380-kV-Leitung: Veldener Gemeinderat fordert neue Route
Am 18. November tagte der Veldener Gemeinderat. Neben Entwicklungen im Tourismus standen Infrastrukturfragen, Budgetanpassungen sowie eine
klare Haltung zur geplanten 380-kV-Leitung im Fokus.
Erfreut ist man im Gemeinderat über die aktuellen Entwicklungen im Tourismus: Mit 482.647 Nächtigungen bis Ende Oktober konnte Velden ein Plus von 2,5 Prozent verzeichnen und damit erneut auf die 500.000er-Marke zusteuern. Momentan laufen auch die Vorbereitungen für den 22. Veldener Advent, der am 21. November eröffnet wurde. Neben dem Lichterpark, Bummelzugfahrten und Engerlschifffahrten auf der MS Santa Lucia wartet heuer erstmals ein kostenloser Eislaufplatz für Kinder am Gemonaplatz. Bürgermeister Ferdinand Vouk dankte den Tourismusverantwortlichen für Organisation und Einsatz.
Einstimmige Resolution zu 380-kV-Leitung verabschiedet
Ein weiteres heißes Thema bei der Gemeinderatssitzung war die geplante 380-kV-Leitung. Diesbezüglich bezieht der Gemeinderat klar Position und verabschiedete einstimmig eine Resolution zu der Leitung, in der die strategische Bedeutung des Projekts anerkannt, die aktuelle Trassenführung im Bereich Oberwinklern jedoch abgelehnt wird. „Gefordert wird eine Trassenführung möglichst weit entfernt von Wohngebieten sowie die Prüfung einer Erdverkabelung; eine technische Unmöglichkeit ist nachvollziehbar zu belegen“, heißt es in einer Presseaussendung der Gemeinde. Zudem soll die Integration bestehender 110-kV-Leitungen in die neue Führung geprüft werden, um zusätzliche Eingriffe in das Landschaftsbild zu vermeiden. Der Gemeinderat fordert diesbezüglich „volle Transparenz“ und kündigt an, „alle rechtlichen, politischen und fachlichen Möglichkeiten zum Schutz der Bevölkerung, des Landschaftsbildes und der Umwelt auszuschöpfen.“ Auch in Treffen sprach sich kürzlich der gesamte Gemeinderat gegen die Trasse aus.
Haushalt, Spielplatz und Co.
Weitere Beschlüsse betrafen den angespannten Haushalt (Verbesserung Finanzierungshaushalt um 4.400 Euro auf einen Abgang von 500.000 Euro; Verbesserung Ergebnishaushalt um 23.700 Euro auf einen Gesamtabgang von 405.400 Euro), den Bau eines neuen Spielplatzes in Köstenberg sowie eine Petition an Landtag und Landesregierung, damit touristische Kompetenzen künftig bei den Gemeinden bleiben.