24 Jahre geprägt: Superintendent Manfred Sauer feierlich entpflichtet
Nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Spitze der Evangelischen Kirche in Kärnten und Osttirol wurde Superintendent Manfred Sauer in Villach feierlich entpflichtet. Zahlreiche Gäste würdigten sein Wirken.
Mit einem Festgottesdienst in der Evangelischen Kirche im Stadtpark Villach ist Manfred Sauer am Sonntag von Bischöfin Cornelia Richter aus seinem Amt als Superintendent für Kärnten und Osttirol entpflichtet. Sauer prägte die evangelische Kirche in der Region über 24 Jahre. Seitens der Landesregierung nahmen LH Peter Kaiser, LHStv.in Gaby Schaunig sowie LR Daniel Fellner und LR Sebastian Schuschnig teil. Die zukünftige Superintendentin, Andrea Mattioli, wurde im April 2025 gewählt.
Viele gemeinsame Herausforderungen
Landeshauptmann Kaiser würdigte Sauers Wirken und hob dessen Dialogbereitschaft hervor. Er erinnerte an gemeinsame Herausforderungen wie die Flüchtlingskrise oder die Covid-Pandemie und würdigte Sauer auch als Kulturpartner: „Du wars ein kongenialer Partner und kritischer Gesprächspartner. Danke für deine Freundschaft und ich hoffe, dass du Kärnten und der Bevölkerung weiter erhalten bleibst.“ Auch Bischof Josef Marketz und Diakonie-Rektorin Astrid Körner sprachen Worte des Dankes. Sauer selbst blickte mit Wertschätzung zurück: „Es war eine schöne Zeit in der ich viel gelernt habe.“
Ehrenzeichen bereits im Oktober erhalten
Sauer war erst Ende Oktober im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet worden. Zudem gründete er den „Denkraum Fresach“, der jährlich die Europäischen Toleranzgespräche organisiert. Für die musikalische Gestaltung sorgte Diözesankantor Martin Ernst Lehmann. Unter den Gästen befanden sich u. a. Landtagspräsident Andreas Scherwitzl, sein Vorgänger Reinhart Rohr sowie Vertreter der Stadt Villach und der Landesverwaltung.