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/ ©Montage: 5Minuten/Canva
Das Foto auf www.5min.at zeigt die Aussicht auf die Stadt Villach und eine Frau mit Laptop.
Die Unternehmerin stand per Mail im Austausch mit der Kundin.

Kundenvorwurf erschüttert Familienbetrieb – Unternehmerin stellt klar

Eine Kundin erhebt schwere Anschuldigungen gegen ein Villacher Geschäft. Laut Unternehmerin können die Vorwürfe jedoch nicht stimmen: Zum genannten Zeitpunkt war das Geschäft nachweislich geschlossen.

von Julia Strammer Das Foto auf www.5min.at zeigt die Onlineredakteurin Julia Strammer von 5 Minuten.
2 Minuten Lesezeit(450 Wörter)

Ein kleines Familienunternehmen aus Villach sieht sich derzeit mit einer schweren Beschwerde konfrontiert: Eine Kundin wirft dem Geschäft vor, ihren schwer beeinträchtigten Ehemann vor den Öffnungszeiten beschimpft und aus dem Laden geworfen zu haben. Die Unternehmerin weist die Vorwürfe entschieden zurück – und schildert nun ihre Sicht der Dinge.

Schwere Anschuldigungen

Laut Kundin soll ihr Mann frühmorgens in das Geschäft eingetreten sein, weil die Tür offen gewesen sei. Eine Mitarbeiterin hätte ihn daraufhin in lautem Ton aus dem Geschäft geschickt. Die Familie kündigte an, die Behindertenanwaltschaft zu kontaktieren und die Angelegenheit publik zu machen. Die Unternehmerin stand mit der betroffenen Familie per Mail im Austausch und zeigt sich über die Situation sehr betroffen. Der Vorfall wurde intern geprüft und rasch zeigte sich: Die Angaben der Kundin stimmen mit den Öffnungszeiten des Ladens nicht überein.

Das Geschäft war noch verschlossen

Der Vorfall soll sich zwischen 9.15 und 9.30 Uhr stattgefunden haben – der Betrieb öffnet an besagtem Tag erst um 10 Uhr. Vorher war, nachweislich, niemand im Verkaufsraum. „Wir konnten eindeutig feststellen, dass das Geschäft erst pünktlich um 10 Uhr geöffnet wurde. Die Tür war davor abgeschlossen“, erklärt die Unternehmerin gegenüber 5 Minuten. Ein Einbruch oder gewaltsames Öffnen konnte ebenfalls ausgeschlossen werden. Auch Hinweise auf beschädigte Schlösser oder eine offene Tür gab es nicht. Die Unternehmerin bat die Beschwerdeführerin mehrfach freundlich um ein klärendes Gespräch – erhielt jedoch keine Antwort mehr.

Emotional belastende Situation für den Familienbetrieb

Für die Unternehmerin war die Beschwerde ein Schock: „Das ist unser Familienbetrieb, unser Lebenswerk. Wir stehen seit Jahrzehnten für Freundlichkeit, Ruhe und Respekt. So eine Anschuldigung trifft uns persönlich – und geschäftlich.“ Die Geschäftsfrau betont, wie verletzend Drohungen mit öffentlicher Anprangerung sein können: „In Zeiten, in denen ein einziger falscher Vorwurf oder eine schlechte Google-Bewertung einem kleinen Unternehmen massiv schaden können, macht so etwas Angst. Wir kämpfen jeden Tag für unsere Kunden – und dann steht man plötzlich als herzloser Mensch da.“

„Missverständnisse lassen sich fast immer lösen“

Der Unternehmerin ist vor allem eines wichtig: Respekt – in beide Richtungen. „Ich verstehe, dass die Situation für die Familie belastend war. Aber auch wir sind Menschen. Ein einziges Missverständnis darf nicht dazu führen, dass ein Betrieb öffentlich an den Pranger gestellt wird, bevor überhaupt klar ist, ob der Vorfall bei uns passiert ist.“ Sie appelliert an Kunden: „In stressigen Zeiten – besonders rund um Weihnachten – sollten wir alle einmal mehr durchatmen. Missverständnisse lassen sich fast immer lösen, wenn man miteinander spricht, statt sofort mit Konsequenzen zu drohen.“

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 01.12.2025 um 10:37 Uhr aktualisiert
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