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/ ©Fotomontage: Comofoto-adobe stock.com & Canva
Symbolfoto
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt eine Frauensilhouette, einen Bub von hinten und die Stadt Villach im Winter von oben im Hintergrund.
Der Bub hatte einen Lutscher verschluckt, eine Frau zögerte keine Sekunde und eilte zur Hilfe.

Villacher Bub (3) von Fremder gerettet: „Wenn die nicht gewesen wäre…“

Zu einer "schlimmen Situation" ist es für eine Kärntnerin und ihren dreijährigen Sohn am Samstag am Villacher Wochenmarkt gekommen. Das beherzte Eingreifen einer Dame habe den Jungen gerettet, erklärt die Mutter nun im Gespräch.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(410 Wörter)

„Wir sind so dankbar“, startet sie im Gespräch mit 5 Minuten. Was aber ist mit dem Jungen genau geschehen? „Er hat am Wochenmarkt einen Lutscher geschenkt bekommen, was komplett üblich ist. Mein Sohn hat dann daran gelutscht und der hat sich sehr schnell vom Lutschstab gelöst“, erklärt die Mutter. Sei habe noch „Spuck aus!“ schreien wollen, da war es aber schon zu spät. „Da habe ich schon gesehen, dass er zu würgen angefangen hat. Er hat halt wirklich den kompletten Lutscher verschluckt“, erinnert sie sich an die Schockmomente.

„Die hat überhaupt keine Scheu, überhaupt keine Angst gehabt“

Der Lutscher habe sich dann im Rachen quasi verkeilt. Ihr Mann ist daraufhin sofort hin und hat ihm auf den Rücken geklopft. Plötzlich ist dann auch eine fremde Frau dahergekommen und hat bei dem Bub mit dem Finger versucht, den Lutscher herauszuholen. „Die hat überhaupt keine Scheu, überhaupt keine Angst gehabt, da hineinzugreifen“, so die dankbare Mutter. Und nach mehreren Versuchen hat sie es dann auch tatsächlich geschafft und die süße Leckerei ist herausgekommen.

„Ich möchte gar nicht wissen, was da passiert wäre“

Währenddessen hatte eine andere Frau bereits die Einsatzkräfte gerufen. Ihr Sohn sei zwischendurch schon komplett rot angelaufen gewesen und hätte fast keinen Laut mehr von sich gegeben. Mit der Rettung sind die Eltern und der Dreijährige dann jedenfalls ins Krankenhaus gefahren. Und die Mutter meint dann noch: „Wenn die Frau nicht gewesen wäre… ich möchte gar nicht wissen, was da passiert wäre.“

„Das größte Weihnachtsgeschenk, das größte Wunder“

Ihr Sohn hätte nun leichte Verletzungen im Hals, „aber das ist nichts Dramatisches gewesen“. Sie durften mittlerweile auch schon wieder nach Hause gehen. Der Schock sitze aber natürlich tief. Dennoch bezeichnet sie es als „das größte Weihnachtsgeschenk, das größte Wunder“, was am Samstag, 6. Dezember 2025, am Villacher Wochenmarkt geschehen ist.

Kritik an Vorbeigehenden: „Das darf ja wohl nicht wahr sein“

Sie ist nun zwar überglücklich, dass es ihrem Sohn mittlerweile – vor allem dank des lebensrettenden und beherzten Eingriffs der Frau – wieder besser geht, dennoch übt sie auch Kritik. Nicht an den Helferinnen sondern an „so vielen“ anderen, die vorbeigegangen und vorbeigefahren sind. Es seien zwar eben schon einige Menschen helfend mit dabei gewesen, dennoch: „Da hab ich mir gedacht: Das darf ja wohl nicht wahr sein.“

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 06.12.2025 um 21:23 Uhr aktualisiert
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