Klein-LKW kippt auf der A10 um – dann kracht es „mit voller Wucht“
Am Montag in der Früh kam es auf der A10 Tauernautobahn zu einem Unfall mit Folgen: Ein Klein-LKW kippte um, im darauffolgenden Stau passierte ein weiteres Unglück.
Am 8. Dezember kippte in den frühen Morgenstunden ein Klein-LKW auf der A10 Tauernautobahn um. Das Fahrzeug soll bei St. Andrä im Bereich der Baustelle bei der Unterflurtrasse in Fahrtrichtung Villach auf die Mittelleitschiene gekommen sein, woraufhin es umkippte. Dieser Unfall zog einen weiteren nach sich: Ein LKW-Lenker soll im Stau einen vor ihm stehenden LKW übersehen haben und diesem aufgefahren sein. Laut Angaben der Hauptfeuerwache Villach wurde bei diesem Folgeunfall eine Person verletzt. Auf Rückfrage von 5 Minuten äußerte sich die Pressestelle der Landespolizeidirektion nicht zu dem Geschehen.
#Update: Fahrer in Kabine eingeschlossen
Am Vormittag des 8. Dezember gab die Hauptfeuerwache Villach nähere Informationen zu dem Unfall bekannt. Demnach prallte im Verkehrsstau nach dem Umkippen des Klein-LKW ein Sattelzug „mit voller Wucht“ auf einen vor ihm im Stau stehenden LKW. „Durch die heftige Kollision wurde die Ladefläche des stehenden Fahrzeugs in das Führerhaus des auffahrenden Sattelzuges geschoben“, schildern die Florianis die Situation. Der Lenker des Sattelzugs wurde bei dem heftigen Aufprall in der Fahrerkabine eingeschlossen, wo er über Schmerzen in den Beinen klagte. „Glücklicherweise ließ sich die Beifahrertüre des LKW problemlos öffnen. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt des Roten Kreuzes wurde der verletzte Mann mittels Rettungsplattform aus dem deformierten Führerhaus befreit und anschließend ins LKH Villach eingeliefert“, berichtet Einsatzleiter OBI Martin Regenfelder, Kommandant-Stellvertreter der Hauptfeuerwache Villach.
Sperre der A10 während Bergungsarbeiten
Neben der Hauptfeuerwache Villach, die mit fünf Fahrzeugen und 25 Kräften im Einsatz standen, waren auch die Feuerwehren Töplitsch und Vassach alarmiert worden, diese mussten aber nicht mehr einschreiten. Die Hauptfeuerwache übernahm die Absicherung der Unfallstelle sowie die Sicherstellung des Brandschutzes. „Für die Dauer der Bergungsarbeiten war die A10 im betroffenen Bereich vollständig gesperrt“, heißt es seitens der Hauptfeuerwache. Nach rund 90 Minuten konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken.
#Update: Mit 60 bis 70 km/h auf stehenden LKW geprallt
Wie die Polizei mittlerweile in einer Presseaussendung bekannt gab, handelte es sich bei dem verletzten LKW-Fahrer um einen 43-jährigen Tschechen. Dieser prallte laut Angaben der Polizei gegen 4.20 Uhr mit ca. 60 bis 70 km/h auf den vor ihm stehenden LKW. „Der Lenker des stehenden LKW, ein 36 Jahre alter rumänischer Staatsangehöriger, blieb unverletzt“, so die Polizei. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt, die Tauernautobahn war nach dem Unfall bis ca. 7.15 Uhr gesperrt.