Nach Klagenfurt: Rojava-Protest nun auch in Villach geplant
Nach den „Free Rojava“-Kundgebungen in Klagenfurt soll nun auch in Villach demonstriert werden. Die kurdische Gemeinschaft ruft am Sonntag, um 14 Uhr, dazu auf. Treffpunkt ist am Hauptbahnhof.
Auch in der Draustadt plant die kurdische Gemeinschaft am Sonntag eine Demonstration für Rojava. Bekanntlich gab es in den vergangen Tagen bereits zwei in Klagenfurt. Speziell die erste sorgte für Aufregung, da sie nicht angekündigt gewesen war.
Zeichen der Solidarität
Der Protestmarsch in Villach beginnt am Sonntag, dem 1. Februar 2026, um 14 Uhr, am Hauptbahnhof und führt in weiterer Folge wohl durch die Innenstadt. „Mit der Kundgebung soll auf die anhaltenden militärischen und politischen Angriffe auf die kurdische Bevölkerung in Rojava (Nordostsyrien) aufmerksam gemacht sowie Solidarität und Schutz für die Zivilbevölkerung eingefordert werden“, erklären die Organisatoren gegenüber 5 Minuten.
Was bedeutet „Free Rojava“?
Die Parole „Free Rojava“ bezieht sich auf Rojava, eine mehrheitlich kurdisch geprägte Region im Norden Syriens, in der sich seit dem Bürgerkrieg ab 2012 eine faktisch autonome Selbstverwaltung entwickelt hat. Ihre bewaffneten Kräfte verteidigten das Gebiet gegen Gegner wie den IS und andere Konfliktparteien. Viele Kurdinnen und Kurden sehen Rojava als ein politisches Modell, das auf Basisdemokratie, Gleichberechtigung von Frauen und ethnisch-religiöser Vielfalt beruht und sich bewusst von autoritären Staatsformen absetzt. Mit dem Ruf „Free Rojava“ drücken Demonstrierende Solidarität mit dieser Selbstverwaltung aus. Mitte Jänner kam es dort nämlich zu einem Umbruch und es kam faktisch zum Ende der autonomen Region Rojava, nachdem die kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) und die Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (bekannt unter dem Namen „Rojava“) einer Integration in die syrische Armee und Regierung zugestimmt hatten.