Cyberangriff auf Villacher Schule konnte rechtzeitig verhindert werden
Kärntner Schule im Visier von Cyberkriminellen: Bei der CHS Villach wurde ein Hackerangriff frühzeitig abgewehrt. Die Bildungsdirektion bestätigte den Vorfall gegenüber 5 Minuten.
Die CHS Villach wurde in den vergangenen Tagen zum Ziel eines Hackerangriffs. Dabei gelang es einer Gruppe, die unter dem Namen „The Gentlemen“ agiert, Trojaner in das IT-System der Schule zu befördern. Die Schadprogramme verschlüsseln Daten und dienen dazu, Lösegeld zu erpressen, damit ein erneuter Zugriff auf die erbeuteten Informationen wieder möglich ist.
Schnelle Reaktion verhinderte Schaden
Bildungsdirektorin Isabella Penz erklärte gegenüber 5 Minuten, dass man in Villach noch einmal Glück hatte: „Betroffen war ein abgegrenztes IT System der Schule, in dem Daten verschlüsselt wurden. Unmittelbar nach der Entdeckung wurden betroffene Systeme isoliert und Wiederherstellungsmaßnahmen aus vorhandenen Datensicherungen eingeleitet.“ Durch die schnelle Reaktion konnte ein Abfluss sensibler Daten verhindert werden. Penz betont, dass die Sicherheit der IT-Systeme höchste Priorität hat. „Die Bildungsdirektion ist ständig bemüht, technische und organisatorische Sicherheitsvorkehrungen auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten und laufend an neue Bedrohungslagen anzupassen.“
„Gegenangriff“ soll nun folgen
Neben technischen Schutzmaßnahmen wird auch auf die Sensibilisierung von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften gesetzt. Laut Penz werden diese regelmäßig über interne Kanäle und bereitgestellte Richtlinien über grundlegende Sicherheitsvorkehrungen informiert, etwa den verantwortungsvollen Umgang mit Passwörtern und E-Mails. Ergänzend ist eine Fortbildungsveranstaltung geplant, „welche gezielt zu aktuellen Bedrohungsszenarien, Schutzmaßnahmen sowie dem pädagogisch verantwortungsvollen Einsatz von KI im Schulalltag informiert“, so die Bildungsdirektorin abschließend.