300 Einsatzkräfte im Löscheinsatz: Neue Details zum Waldbrand
Zum Waldbrand am Faaker See sind nun weitere Details bekannt: Der zunächst als klein eingestufte Brand hat sich rasch ausgebreitet und fordert mittlerweile rund 300 Kräfte. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig.
Am Faaker See kam es am Dienstag zu einem Großeinsatz der Feuerwehr: Im Bereich der Taborhöhe in der Marktgemeinde Finkenstein brach ein Waldbrand aus, der dichte Rauchwolken verursachte, die kilometerweit sichtbar waren. Zahlreiche Einsatzkräfte stehen noch immer im Löscheinsatz. Mehr dazu liest du hier auf 5min.at: Großeinsatz am Faaker See: Feuerwehren bekämpfen Brand. Der Einsatz wird vermutlich noch mehrere Stunden, vielleicht auch Tage, andauern.
300 Einsatzkräfte bekämpfen Waldbrand
OBI Thomas Warmuth vom Bezirksfeuerwehrkommando Villach-Land gab mittlerweile noch weitere Details zum Einsatz bekannt. Gegen 16.20 Uhr wurden mehrere Feuerwehren des Abschnittes Dreiländerecke zu einem Waldbrand am Tabor im der Marktgemeinde Finkenstein alarmiert. Der vorerst als Kleinbrand eingestufte entpuppe sich innerhalb kurzer Zeit als ausgedehnter Waldbrand. Zurzeit ist eine Fläche von rund fünf bis sechs Hektar betroffen, heißt es. 24 Feuerwehren aus den Bezirken Villach-Land und Villach-Stadt, sowie die Waldbrandzüge West und Ost des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes und der Feuerwehrflugdienst stehen im Einsatz, insgesamt sind rund 300 Einsatzkräfte vor Ort.
Schwierige Einsatzbedingungen: Löscheinsatz fordert Feuerwehren
Des Weiteren werden die Löscharbeiten von drei Hubschraubern des Bundesministerium für Inneres unterstützt. Ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehren wurde eingerichtet, diese bringen Löschwasser für die am Brandort anwesenden Feuerwehrkräfte auf den Berg. Aufgrund der Topographie des Geländes ist es für die Einsatzkräfte Schwerstarbeit, direkt zum Brand vorzudringen. Die Einsatzkräfte müssen teilweise mit Seilen gesichert werden, um ein Abstürzen zu verhindern.
So geht es weiter: Brandwache über Nacht
Der Löschwasserbezug für die Hubschrauber erfolgt im nahegelegenen Faaker See. Durch das Überfliegen der Bundesstraßen B84 und B83 mussten diese für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Im Zuge der Einsatzbesprechung wurde die weitere Vorgansweise für die Nachtstunden besprochen. Dabei wurde festgelegt, dass eine Brandwache vor Ort bleibt und am darauffolgenden Morgen die neuerliche Alarmierung der Feuerwehren um ca. 7 Uhr erfolgen soll.
Die Löscharbeiten der zurzeit vor Ort befindlichen Kräfte werden jedenfalls bis zum Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt. Auch die Hubschrauber sollen solang im Einsatz bleiben. Vor Ort und in der Einsatzleitung anwesend sind der Bezirkshauptmann Villach-Land, Dr. Bernd Riepan, Bezirksfeuerwehrkommandant Villach-Land, OBR Libert Pekoll, Bürgermeister der Marktgemeinde Finkenstein, Christian Poglitsch, sowie weiter Verantwortliche der BH Villach-Land, des BFKdo Villach-Land und der Marktgemeinde Finkenstein, sowie Streifen der Polizei und Kräfte des ÖRK.