Gefährliche Raupen breiten sich in Kärnten weiter aus
Die Raupen des Pinien-Prozessionsspinners sind für Mensch und Tier gefährlich, da sie starke allergische Reaktionen hervorrufen können. Langsam, aber sicher breitet sich das Insekt vom Dobratschgebiet weiter aus.
Eigentlich ist der Pinien-Prozessionsspinner eher im Mittelmeerraum verbreitet, jedoch scheint er sich auch an der Südseite des Dobratsch und in der Schütt wohl zu fühlen. Erste Einzelfunde gab es dort bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. „Das Problem sind in erste Linie gesundheitliche Risiken bei Mensch und Tier. Die von den Larven an die Umwelt abgegebenen Brennhaare können schwere allergische Reaktionen hervorrufen“, erklärt Paul Schellander, Sprecher der Abteilung 10 – Land- und Forstwirtschaft im Amt der Kärntner Landesregierung, auf Nachfrage von 5 Minuten. Reizungen der Haut und der Atemwegen können auftreten.
Falter rückt in Kärnten vor
Meist sind die Gespinnstnester an den Ästen der Schwarz- und Weißkiefern zu sehen. „Die Situation ist unter Beobachtung“, versichert Schellander. Für die heurige Flugzeit der Falter wird sogar ein Monitoring in der Umgebung installiert, um genauere Erkenntnisse über die Ausbreitung in Kärnten zu erlangen. Aktuell breitet sich das Insekt vom Dobratschgebiet nämlich weiter nach Westen, Osten und Norden aus. „Von einer Ausbreitung auf ganz Kärnten kann jedoch keine Rede sein“, versichert der Fachmann. Der Grund: Das Insekt mag wärmebegünstigte Standorte. „Weite Teile Kärntens sind aufgrund der klimatischen Bedingungen im Winter schlicht nicht für eine Etablierung geeignet.“ Einzelne Nester können jedoch auch außerhalb dieser Standorte auftreten.
Nester und Raupen auch für Hunde gefährlich
Vorsicht sei besonders im Spätwinter und Frühling geboten, so Schellander, da sich die Raupen zu dieser Zeit aus den Nestern in das Erdreich begeben. „Gefährlich ist er in dem Zusammenhang auch für Hunde bei Waldspaziergängen, da diese mit auf den Boden gefallenen Nestern und auch mit Raupen direkt in Kontakt kommen können.“ Laut dem Experten könne es zu ähnlichen allergischen Reaktionen wie beim Menschen kommen. „Um sich und seine Haustiere zu schützen, sollte der Kontakt mit Nestern und Raupen unbedingt vermieden werden“, betont Schellander. Schäden in der Forstwirtschaft verursacht durch Blattfraß der Larven würden hingegen eher eine untergeordnete Rolle spielen.