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Ein Bild auf 5min.at zeigt Johanna Ebner am Golfplatz.
Golf-Profi Johanna Ebner reist zum Saisonauftakt nach Marokko.

Schlägt in Marokko ab: Kärntens Golf-Prinzessin auf dem Sprung

Sie ordnet alles dem großen Traum unter. Gegen alle Widrigkeiten. Als 5 Minuten am Mittwochmittag Johanna Ebner (25) erreicht, sitzt die Villacherin am Flughafen. Ziel: Marokko! Denn dort steigt das erste Golf-Turnier des Jahres.

von Markus Krücken
2 Minuten Lesezeit(443 Wörter)

„In meinem Turnierkalender für 2026 stehen alle 20 Events der LETAS (Ladies European Tour Access Series) – verteilt auf 13 Länder. Aktuell bin ich auf dem Weg nach Fès in Marokko, wo meine Saison beginnt. Von dort an geht es bis November nahezu durchgehend weiter – mit vielen Turnieren, neuen Orten und unzähligen Erfahrungen. Mein großes Ziel ist es, mir am Ende der Saison die Tourkarte für die LET – die höchste europäische Damen-Tour – zu erspielen. Diese erhalten die Top 7 der Jahresrangliste“, erzählt sie, „Gleichzeitig ist mir aber etwas anderes fast noch wichtiger: 2026 ist mein erstes volles Jahr als Profi auf dieser Tour. Es geht für mich darum, zu lernen, mich weiterzuentwickeln und Schritt für Schritt in dieses Niveau hineinzuwachsen.“

Ein Bild auf 5min.at zeigt Johanna Ebner am Flughafen.
©zVg. / Ebner
Golf-Profi Johanna Ebner am Flughafen. Die Villacherin reist zu einem Golf-Turnier in Marokko.

„Ich bin keine Influencerin“

Golfen – eine elitäre Sportart, kaum massentauglich. Kann man davon leben und Partner finden? „Sponsoring ist nicht so einfach, wie man es sich vorstellt. Für große Unternehmen ist man oft noch zu klein oder ’nicht interessant genug‘, da Golf eine Randsportart ist. Ich habe mir auch schon anhören müssen, dass meine Social-Media-Reichweite zu gering sei“, so Kärntens Golf-Prinzessin total offen, „Meine Antwort darauf ist klar: Ich bin keine Influencerin. Ich bin Leistungssportlerin. Ich teile Einblicke in mein Leben, meine Reisen und meinen Alltag – ehrlich und authentisch, nicht inszeniert. Ich möchte meinen Fokus auf meine sportliche Entwicklung legen und mich nicht stressen lassen wegen Followerzahlen.“

„Davon leben kann man nicht“

Gerade deshalb sei es heute eine Herausforderung, Unternehmen zu finden, die genau diesen authentischen Weg schätzen – ohne Oberflächlichkeit und ohne „Social-Media-Lärm“. Der Weg an die Spitze ist hart. Und erzwingt Opfer! In erster Linie gehe es darum, „die Kosten meiner Saison vollständig abdecken zu können. Aktuell geht es für mich vor allem darum, kostendeckend zu arbeiten“, so Johanna transparent. „Das Preisgeld auf der LETAS ist zwar in den letzten Jahren gestiegen, aber davon leben kann man nicht. Realistisch muss man in einer Turnierwoche unter die Top 5 kommen, um ohne Minus auszusteigen – bei Teilnehmerfeldern von 100 bis 130 Spielerinnen eine echte Herausforderung. Doch ich denke langfristig.“

Ein Bild auf 5min.at zeigt Johanna Ebner am Golfplatz.
©zVg. / Ebner
Johanna startet in die LETAS-Saison.

Was heißt das?

„Wie in jeder Sportart beginnt man als Profi unten und arbeitet sich Schritt für Schritt nach oben. Mein Ziel ist klar: mich kontinuierlich auf das Niveau der LETAS zu entwickeln – dort, wo auch die finanziellen Möglichkeiten ganz andere sind. Mein Stützpunkt ist seit meinem Studienabschluss in Kansas wieder Villach. Hier habe ich meine Familie, mein Umfeld und meine Betreuung – mit wichtigen Anlaufstellen in Klagenfurt und im Golfclub St. Veit Längsee.“

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