Camper-Diebstähle nur vorgetäuscht: Zwei Männer festgenommen
Zwei Männer aus Bulgarien mieteten Campingmobile in Österreich und täuschten anschließend deren Diebstahl vor. Nun kamen ihnen Beamte des Stadtpolizeikommandos Villach auf die Schliche.
Seinen Anfang nahm der Fall in Villach (Kärnten). Dort zeigte der Verantwortliche einer Firma am 22. Oktober 2025 den Diebstahl eines verliehenen Campingmobils bei der Polizei an. Das Fahrzeug sei dem Mieter – einem 54-jährigen Bulgaren – in der Nähe von Udine gestohlen worden. „Eine Anzeige vor Ort erfolgte jedoch nicht“, so die Beamten.
Weiteres Campingmobil verschwunden
Ende Jänner trug sich dann ein ähnlicher Fall in Wiener Neudorf (Niederösterreich) zu. Auch hier meldete der Mieter eines Campingmobils telefonisch einen angeblichen Diebstahl im Ausland. „Ermittlungen ergaben jedoch, dass das Fahrzeug unmittelbar nach der Anmietung nach Sofia gebracht und dort verwendet wurde“, stellt die Exekutive klar. Wenig später stellten sie einen Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen her.
Diebstähle nur vorgetäuscht?
Im Zuge umfangreicher Ermittlungen des Kriminaldienstes des Stadtpolizeikommandos Villach wurden schließlich ein 54-jähriger sowie ein 35-jähriger Bulgare ausgeforscht. „Beide befinden sich derzeit in Auslieferungshaft“, heißt es seitens der Beamten. Der Ältere wurde am 24. März 2026 in Sofia, der Jüngere am 26. März 2026 in Friaul festgenommen. Auch in Deutschland sollen die Beiden zugeschlagen haben. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Der Gesamtschaden beläuft sich auf einen sechsstelligen Betrag.