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/ ©Montage 5 Minuten/Theresa Pewal
Das Bild auf 5min.at zeigt die Drau in Villach und Bürgermeister Günther Albel.
Die Stadt Villach schließt das Geschäftsjahr 2025 ab.

„Deutlich besser als erwartet“: Stadt Villach schließt Jahr 2025 ab

Die Stadt Villach hat das Geschäftsjahr 2025 abgeschlossen und das, wie es heißt, viel besser als ursprünglich erwartet.

von Marlene Dorfer Das Foto auf www.5min.at zeigt Marlene Dorfer aus der Kärnten Redaktion.
3 Minuten Lesezeit(580 Wörter)
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Die Stadt Villach hat das Geschäftsjahr 2025 viel besser bewältigt, als zunächst erwartet, teilt eben diese kürzlich in einer Aussendung mit. Das im Herbst 2024 vom Gemeinderat mit großer Mehrheit angenommene, prognostizierte Nettoergebnis von minus 17,2 Millionen Euro wurde auf einen Minimal-Abgang von nur 600.000 Euro reduziert. Der Rechnungsabschluss wurde am gestrigen Mittwoch, dem 29. April 2026, vom Villacher Gemeinderat zur Kenntnis genommen.

Fast 10 Millionen Euro Kürzungen

„Wir befinden uns in einer herausfordernden Zeit, in der enorme externe Kräfte auf unser Budget einwirken: Inflation, Krieg und wirtschaftliche Unsicherheit haben auch für öffentliche Haushalte massive Folgen“, sagt Finanzreferent Bürgermeister Günther Albel. „Dass es uns dennoch gelungen ist, das Geschäftsjahr deutlich über den Prognosen abzuschließen, ist vor allem das Ergebnis intensiver Sparanstrengungen.“ Größter Brocken waren Kürzungen von fast zehn Millionen Euro bei Personalkosten und Sachaufwand. So wurde der Stellenplan des Magistrats in nur einem Jahr um zwölf „Vollzeitäquivalente“ reduziert.

37,2 Millionen Euro in Wirtschaftsstandort investiert

Wie die Stadt weiter mitteilt, wurden 37,2 Millionen Euro in den Wirtschaftsstandort investiert. Das sei mehr als in den 20 Jahren davor, der Durchschnitt seien rund 17 Millionen Euro. Auch das dynamische Vereinsleben wurde mit stabilen Subventionszahlungen gefördert. Wie sehr aber die Rekordinflation der vergangenen Jahre der Wirtschaft zusetzt, zeigt die Entwicklung der Kommunalsteuer, die von Betrieben an die Gemeinde entrichtet wird: Das Plus von 3,7 Prozent ist das niedrigste seit fünf Jahren, heißt es. In Summe sanken die gemeindeeigenen Einnahmen sogar um 1,3 Millionen Euro.

Villachs Ausgaben

Stark gestiegen seien hingegen die Ausgaben für verbesserte gesellschaftliche Rahmenbedingungen: Im Kindergartenbereich, wo die Stadt in den kommenden zwei Jahren erstmals eine Angebotsabdeckung von 100 Prozent erreichen wird, beträgt der Abgang bereits zwölf Millionen Euro. Für den Öffentlichen Verkehr wurden 6,8 Millionen Euro ausgegeben, davon sind nur 4,1 Millionen Euro durch Einnahmen gedeckt. „Optimierungen der Lebensumstände sind immer mit Ausgaben verbunden. Der Balanceakt zwischen Nutzen und Kosten ist uns aber trotz widriger Umstände gut gelungen“, sagt Bürgermeister Albel.

Weitere Investitionen

Zu den kräftigsten Investitionen zählen die Generalsanierung der einstigen Richard-Wagner-Schule („Bildungscampus – Am Stadtpark“, 9,1 Millionen Euro), die Zufahrtstraße für die neue, fast 400 Millionen Euro teure Großkaserne in der Oberen Fellach mit künftig mehr als 1000 Soldaten vor Ort (7,6 Millionen Euro), strategische Grundankäufe um 5,9 Millionen Euro, zahlreiche Photovoltaik-Anlagen inklusive Freifläche in Zauchen (2,7 Millionen Euro), Kanalsanierungen (eine Million Euro) sowie Gartenflächen und Entsiegelungen (664.000 Euro) und Hochwasserschutz (346.000 Euro). Der Bereich „Soziales und Krankenanstalten“ nimmt mit 68,3 Millionen Euro den größten Anteil im Budget ein. Die Personalkosten belaufen sich hingegen nur auf 21,8 Prozent, heißt es weiter. Das ist, wie 2024, der niedrigste Anteil seit vielen Jahren und einer der besten Werte aller österreichischen Städte, heißt es in der Aussendung. „Wir haben sparsam gewirtschaftet. Mein Dank gebührt der Belegschaft, die mit ihren Vorschlägen im rathausinternen Effizienzprogramm ViFit wertvolle Ideen geliefert hat“, sagt Albel.

Stadt plant Budgetpflege

Nach schwierigen Jahren, in denen die Stadt ihre Rolle als Wirtschaftsmotor erfolgreich wahrgenommen hat, stehen die nächsten Jahre im Zeichen der Budgetpflege, wird weiters mitgeteilt: Der Schuldenstand wird reduziert. Bereits heuer gibt es keine Netto Neuverschuldung. Derzeit beträgt die Summe der nicht überwälzbaren Schulden 93,6 Millionen Euro. Das entspricht Werten der Budget-Jahre 2000 bis 2010. Diesen Schulden stehen ein Fondsvermögen von 41,6 Millionen Euro (plus 6,2 Prozent zu 2024) und ein Sachanlagevermögen von 539,1 Millionen Euro gegenüber, das im Vorjahr um 26,7 Millionen Euro vermehrt worden ist.

Zahlen auf einen Blick:

  • Einnahmen: 294,6 Millionen Euro
  • Ausgaben: 295,2 Millionen Euro
  • Nettoergebnis vor Rücklagen: minus 0,6 Millionen Euro (Prognose: -17,2 Millionen Euro)
  • Investitionen: 37,2 Millionen Euro
  • Fondsvermögen (31.12.2025): 41,6 Millionen Euro
  • Sachanlagevermögen: 539,1 Millionen Euro (plus 26,7 Millionen zu 2024)
  • Nicht überwälzbare Schulden: 93,6 Millionen Euro
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 30.04.2026 um 12:23 Uhr aktualisiert
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