Megabundesheerprojekt in Villach feiert Dachgleiche
In Villach befindet sich derzeit eines der größten Bauprojekte des Bundesheeres "in the making": die neue Großkaserne im Stadtteil Obere Fellach. Nun wurde mit der Gleichenfeier ein wichtiger Baufortschritt gefeiert.
Mit dem Projekt „Henselkaserne neu“ entsteht in Villach gerade eine zentrale Militärinfrastruktur für Kärnten. Künftig sollen die bestehende Rohrkaserne in Seebach sowie die Lutschounig-Kaserne in der Italiener Straße in den neuen Standort übersiedeln – aus drei Standorten wird somit einer. Der Spatenstich erfolgte bereits 2023, am Dienstag, den 5. Mai 2026, fand die Gleichenfeier statt.
370 Millionen Euro fließen in die „Henselkaserne neu“
Die Dimensionen sind beachtlich: Insgesamt werde 370 Millionen Euro in das Projekt investiert. Die Henselkaserne entsteht auf 81.000 Quadratmetern Fläche und soll neben Büroflächen, Garagen und Werkstätten auch Unterkünfte für rund 1.000 Personen bieten. Der Einzug in die neue Kaserne soll schrittweise erfolgen. Bereits ab 2027 sollen die ersten Soldatinnen und Soldaten einziehen, die vollständige Fertigstellung ist für das Jahr 2030 geplant.
„Wichtiger Schritt“ für Standort und Region
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont die Bedeutung des Projekts:
Mit dem Bau der neuen Kaserne wird ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gesetzt. Dadurch werden nicht nur der Standort, sondern auch die gesamte Region sowie die regionale Wirtschaft nachhaltig gestärkt.“
Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber sieht die Investitionen in das Projekt als wichtigen und nachhaltigen Impuls für die Sicherheit in Kärnten:
Diese Kaserne ist ein klares Bekenntnis des Bundes, den Standort Villach nachhaltig abzusichern, und eine Großinvestition in die Sicherheitsinfrastruktur unseres Landes.“
Fokus auf Nachhaltigkeit
Neben moderner Infrastruktur setzt das Projekt auch auf Zukunftstechnologien. Geplant sind unter anderem großflächige alternative Energiesysteme und CO₂-neutrale Heizlösungen. Außerdem wird die neue Henselkaserne so konzipiert, dass sie bis zu 14 Tage autark funktionieren kann.