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Das Bild auf www.5min.at zeigt eine Ausstellung in Velden.
Das Projekt widmet sich intensiv dem Phänomen des Einfamilienhauses.

Zukunftsfähige Lebensräume statt reiner Wohnträume: „Suburbia“ gastiert in Velden

Die Wanderausstellung „Suburbia“ in Velden zeigt Wege auf, wie aus traditionellen Wohnträumen nachhaltige und zukunftsfähige Lebensräume werden können.

von Nico Deutscher Das Bild zeigt das Profilbild von 5 Minuten-Redakteur Nico Deutscher.
3 Minuten Lesezeit(516 Wörter)
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Die tief verwurzelte Sehnsucht nach den eigenen vier Wänden prägt seit Jahrzehnten die Siedlungsstrukturen im gesamten Land. Welche gesellschaftlichen und ökologischen Konsequenzen diese Entwicklung mit sich bringt und wie zeitgemäße Alternativen aussehen können, steht im Zentrum einer aktuellen Initiative in Kärnten. In den Räumlichkeiten der Musikschule Velden wurde eine neue Wanderausstellung des Architekturzentrum Wien feierlich eröffnet. Das Projekt widmet sich intensiv dem Phänomen des Einfamilienhauses und beleuchtet die Schnittstellen zwischen individuellen Wohnansprüchen, einer verantwortungsvollen Bodenpolitik, der Belebung von Ortskernen sowie veränderten gesellschaftlichen Lebensmodellen.

Wohntraum „weiterdenken“

„Das Einfamilienhaus steht für viele Menschen für Sicherheit, Freiheit, Eigenleistung und den Wunsch nach einem guten Leben. Genau deshalb müssen wir darüber sprechen, wie wir diesen Wohntraum zukunftsfähig weiterdenken können. Baukultur bedeutet nicht nur, wie wir bauen, sondern auch, wie wir gemeinsam leben wollen“, betont LRin Marika Lagger-Pöllinger. Ziel der Initiative ist es ausdrücklich nicht, ordnungspolitische Verbote zu erlassen oder gesellschaftliche Fronten aufzubauen. Vielmehr sollen konstruktive Lösungsansätze und verborgene Potenziale aufgezeigt werden. Es geht im Kern darum, den Menschen neue Perspektiven für qualitätvolles Wohnen zu eröffnen und greifbare Pfade abseits des klassischen Neubaus auf der grünen Wiese zu präsentieren. „Es geht nicht darum, den Menschen ihren Traum vom Wohnen auszureden. Es geht darum, gute Wege aufzuzeigen. Wie können bestehende Häuser besser genutzt, saniert, umgebaut oder weiterentwickelt werden? Wie können wir Ortskerne stärken, Boden schonen und gleichzeitig Lebensqualität für Familien, ältere Menschen und kommende Generationen schaffen?“, erklärt Lagger-Pöllinger.

Weiterentwicklung der bestehenden Substanz

Die programmatische Ausrichtung korrespondiert eng mit den offiziellen baukulturellen Leitlinien des Landes Kärnten. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Transformation des bereits Vorhandenen, da eine nachhaltige Entwicklung primär durch die intelligente Weiterentwicklung der bestehenden Substanz und weniger durch kontinuierliche Neubautätigkeit realisiert werden kann. „In Österreich gibt es rund 1,5 Millionen bestehende Einfamilienhäuser. Darin liegt eine große Chance. Wenn wir den Bestand weiterdenken, statt immer neue Flächen zu verbrauchen, schaffen wir einen Mehrwert für die Menschen: leistbares Wohnen, lebendige Gemeinden, kürzere Wege und eine bessere Nutzung vorhandener Infrastruktur“, so Lagger-Pöllinger.

Termine für Führungen

Die Konzeption der Schau zielt darauf ab, diese Fragestellungen nicht auf einer theoretischen Ebene zu belassen, sondern anhand realer, baulicher Fallbeispiele zu veranschaulichen. Um den gesellschaftlichen Diskurs zu vertiefen, setzt das Projekt auf gezielte Bewusstseinsbildung und den direkten Dialog mit der Bevölkerung. Begleitend zur Präsentation werden spezielle Termine für Führungen und offene Diskussionen angeboten. Gefördert wird das Vorhaben durch eine Kooperation der Abteilung 11 Wohnbau mit der Abteilung 3, Referat Baukultur, des Landes Kärnten, welche eine finanzielle Unterstützung in der Höhe von 2.500 Euro bereitstellt. „Diese Ausstellung ist ein wichtiger Impuls für Kärnten. Sie bringt Gemeinden, Planerinnen und Planer, Politik, Verwaltung und Bevölkerung ins Gespräch – über qualitätsvolles Wohnen, starke Ortskerne und einen verantwortungsvollen Umgang mit unserem Lebensraum“, ergänzt Lagger-Pöllinger abschließend.

„Suburbia – Gebaute Träume. Zukunft Einfamilienhaus“

  • Ort: Musikschule Velden, Bäckerteichstraße 1, 9220 Velden am Wörthersee
  • Zeitraum: 28. Mai bis 15. Juni 2026
  • Führung & Diskussion: 30. Mai und 13. Juni 2026, jeweils um 18 Uhr
  • Anmeldung: Erforderlich bei ARCH+MORE ZT GmbH oder der Marktgemeinde Velden.
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