Kurioses Experiment: 300 Flaschen Wein im Wörthersee versenkt
Was passiert mit Wein, wenn er ein Jahr lang am Grund des Wörthersees lagert? Genau das wollen zwei Kärntner Winzer jetzt herausfinden. Sie haben 300 Weinflaschen in der Veldener Bucht versenkt – in rund 30 Metern Tiefe.
Seit dem 23. Mai liegen am Grunde des Wörthersees jeweils 150 Flaschen der Weißweine „DIVA“ und „MACHO“. Die Flaschen sollen nun in der Veldener Bucht unter Wasser ein Jahr lang reifen. Die Hoffnung: Die konstant kühlen Temperaturen, völlige Dunkelheit und die besonderen Bedingungen am Seegrund sollen dem Wein eine außergewöhnliche Entwicklung ermöglichen.
„Besonderes Experiment“
Hinter dem Projekt steht das Weingut lenzbauer.wine aus dem Lavanttal. Die Winzer Gabriele Sudy und Walter Unterweger, die den Betrieb seit 2019 gemeinsam führen, sprechen von einem „besonderem Experiment“. Die Grundlage für das Projekt bildet der Jahrgang 2025, den das Weingut als besonders gelungen beschreibt. Nach einem Jahr sollen die Flaschen wieder geborgen und im Rahmen einer exklusiven Verkostung mit den an Land gelagerten Weinen verglichen werden. Die Wörthersee-Weine sind danach in streng limitierter Auflage erhältlich.
Das steckt hinter „DIVA“ und „MACHO“
Die beiden Weine tragen ihre auffälligen Namen übrigens aus gutem Grund, wie die Winzer mit einem Augenzwinkern erklären. Laut ihnen zeigt sich der Weißburgunder „MACHO“ im Weingarten besonders „kräftig, wild und wachstumsfreudig“. Der Grauburgunder „DIVA“ gilt hingegen als „sensibel und anspruchsvoll“.