A2: Geisterfahrer steckt Polizist 50 Euro in die Hosentasche
Nach dem schweren Geisterfahrer-Unfall am Knoten Villach wurde am Samstag noch ein weiterer Falschfahrer auf einer Autobahn in Kärnten gestoppt. Bei der Kontrolle leistete sich der Mann dann den nächsten Fehltritt.
Am Samstagnachmittag (30. Mai) ereignete sich auf der Tauernautobahn beim Knoten Villach ein schwerer Geisterfahrerunfall. Doch der LKW-Lenker war nicht der einzige Falschfahrer, der an diesem Tag in Kärnten unterwegs war. Wie die Polizei am Samstagabend bekannt gab, wurde am Nachmittag ein 57 Jahre alter moldawischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Frankreich von einer Streife der Autobahnpolizei Villach angehalten. Der Grund: Er war im Bereich der Auffahrt Wernberg auf der A2-Südautobahn als Geisterfahrer unterwegs gewesen. „Das Fahrzeug kam der Polizeistreife im Bereich der Auffahrt entgegen und konnte angehalten werden“, so die Polizei.
Polizisten 50-Euro-Schein zugesteckt
So weit, so gut. Sie nahmen den Mann mit auf die Dienststelle. Doch was dann passierte, dürfte den Polizisten wohl nicht alle Tage passieren: Der Mann steckte einem Beamten einen 50-Euro-Schein in die Hosentasche, um der Geldstrafe wegen der Geisterfahrt zu entgehen. Mit der Masche hatte der 57-Jährige jedoch kein Glück: „Der Mann wurde vorübergehend festgenommen, der Geldschein beschlagnahmt“, erklärt die Polizei resolut.
Anzeigen über Anzeigen
Und nun warten so einige Anzeigen auf den dreisten Verdächtigen. Er wird wegen versuchter Anstiftung zum Amtsmissbrauch, versuchter Bestechung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit der Staatsanwaltschaft Klagenfurt zur Anzeige gebracht, so die Polizei. „Die Festnahme wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft aufgehoben. Eine vorläufige Sicherheitsleistung zur Sicherung des Strafverfahrens wurde eingehoben“, berichtet die Polizei abschließend.