„Schlechteste Lösung für Wernberg“: FPÖ kritisiert Ampelprojekt scharf
Die FPÖ Wernberg stimmte gegen die Kostenaufteilung für die geplante B83-Ampel. Sie warnt vor finanziellen Risiken durch eine Vertragsklausel und fordert stattdessen einen Kreisverkehr.
Die geplante Ampelanlage an der Kreuzung der B83 mit der Industriestraße in Wernberg bleibt ein politisches Diskussionsthema. In der Gemeinderatssitzung am 27. Mai stimmte die FPÖ Wernberg als einzige Fraktion gegen die entsprechende Vereinbarung zwischen dem Land Kärnten und der Gemeinde. Gegenstand der Abstimmung war nicht der Bau der Ampel an sich, da dieses Projekt bereits vom Land Kärnten beschlossen wurde, sondern die Aufteilung der anfallenden Kosten. Vorgesehen ist, dass die ASFINAG 500.000 Euro, das Land Kärnten 150.000 Euro und die Gemeinde Wernberg ebenfalls 150.000 Euro der Errichtungskosten übernehmen.
Finanzielles Risiko durch Vertragsklausel befürchtet
Die Freiheitlichen begründen ihre Ablehnung mit einer Klausel unter Punkt VII der Vereinbarung, die aus ihrer Sicht ein erhebliches finanzielles Risiko für die Gemeinde darstellt. Sollte der geplante Vollanschluss an die A2 bis zum 31. Dezember 2030 nicht umgesetzt oder zumindest im Bau sein, müsste die Gemeinde Wernberg zusätzliche 250.000 Euro aus dem Anteil der ASFINAG übernehmen. Gemeindevorstand und Landtagsabgeordneter Markus di Bernardo äußert sich dazu wie folgt: „Wir sind nicht bereit, ein derart hohes finanzielles Risiko auf Kosten der Wernberger Bevölkerung einzugehen. Wir lassen uns von der ASFINAG als Auftraggeber und Bauherr des Vollanschlusses nicht erpressen. Diese Vertragsklausel ist für uns absolut inakzeptabel!“
Forderung nach Kreisverkehr
Neben den finanziellen Rahmenbedingungen steht auch die gewählte Verkehrslösung in der Kritik. Laut FPÖ bevorzugen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger einen Kreisverkehr anstelle einer Ampelanlage. Es bestehe die Befürchtung, dass es insbesondere zu den Stoßzeiten am Morgen und am Abend zu erheblichen Verzögerungen kommen könnte. „Bis heute hat mich kein einziger Mitbürger positiv auf die geplante Ampelanlage angesprochen. Auch bei unserer Unterschriftensammlung für eine Verkehrsberuhigung an der B83 im Bereich Kaltschach im April, gab es von allen 283 Unterzeichnern nur negative Rückmeldungen zur Ampel“, erklärt di Bernardo. Die Fraktion prognostiziert durch die Ampelregelung ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Di Bernardo hält abschließend fest: „Wir erwarten uns durch die Ampel mehr Wartezeiten, Staus und noch mehr Verkehrschaos. Die Menschen wünschen sich einen Kreisverkehr. Deshalb setzen wir uns weiterhin für eine bessere Lösung ein, die auch von der Bevölkerung mitgetragen wird.“