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/ ©Fotomontage: Canva & 5 Minuten
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt das Volksbanken-Logo und eine Hand mit Geld.
Ein gefeuertes Belegschaftsmitglied der Filiale Villach soll die Kunden dreist betrogen haben.

„Alles weg!“: Kärntner Volksbank-Kunden kämpfen um ihr Erspartes

Dieses Urteil hat massive Sprengkraft für den Kärntner Bankensektor. Das Landesgericht Klagenfurt hat die Volksbank Kärnten in erster Instanz dazu verdonnert, drei Kunden rund 1,12 Millionen Euro Schadenersatz zu zahlen.

von Amélie Meier Das Foto auf www.5min.at zeigt die Mitarbeiterin Amelie Meier von 5min.at
2 Minuten Lesezeit(337 Wörter)
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Der Grund: Ein gefeuertes Belegschaftsmitglied der Filiale Villach soll die Kunden dreist betrogen haben. Und das könnte erst die Spitze des Eisbergs sein.

Bank hält sich Berufung noch offen

Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig, schlägt aber schon jetzt hohe Wellen. Die Volksbank hat noch gut zehn Tage Zeit, um am Oberlandesgericht Graz Berufung einzulegen. Ob das passiert? Offen. Eine Sprecherin des Volksbanken-Verbundes betont, dass die Entscheidung erst intern und mit dem Anwalt abgestimmt werden muss, bevor man an die Öffentlichkeit geht.

Droht der Volksbank eine Klagewelle?

Für die Bank steht viel auf dem Spiel. Laut dem Klagenfurter Landesgerichtssprecher Gernot Kugi laufen derzeit noch drei weitere Verfahren, bei denen es um insgesamt 1,37 Millionen Euro geht. Anwalt Klaus Jürgen Karner, der den ersten Sieg für eine Kundin einfuhr, sieht im Urteil eine Signalwirkung („Präjudiz“) für kommende Fälle, berichtet die KLZ. Er vertritt bereits sechs weitere Geschädigte und prüft zwei weitere Fälle. Auch der Villacher Anwalt Martin Prett hat zahlreiche betroffene Mandanten in den Startlöchern.

Absurde Strategie?

Insgesamt geht die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) von rund 35 Opfern aus. Einen Pauschalvergleich für alle wird es seitens der Bank nicht geben. Die Sprecherin rechtfertigt dies damit, dass sich die Fälle in Details, Zeitpunkt und Belegbarkeit stark unterscheiden. In manchen Fällen habe man sich bereits außergerichtlich geeinigt. Das führt jedoch zu einer skurrilen Situation: Während Großschäden über mehrere hunderttausend Euro oft diskret und schnell außergerichtlich gelöst werden, müssen Opfer mit „kleineren“ Schäden (um die 50.000 bis 60.000 Euro) den harten und teuren Weg über die Gerichte gehen. Eine verzweifelte Betroffene schimpft: „Mein ganzes Geld aus 40 Jahren Arbeit ist weg. Jetzt muss ich auch noch Anwaltskosten vorstrecken, um vielleicht einen Teil zu sehen. Wer weiß, ob ich ein Urteil überhaupt noch erlebe“, heißt es in der Kleinen Zeitung. Für alle Beteiligten gilt derzeit noch die Unschuldsvermutung.

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