Neuausrichtung beschlossen: Villach verabschiedet sich von alten Adventhütten
Das Stadtmarketing Villach plant zur kommenden Vorweihnachtszeit eine umfassende Modernisierung des Adventmarktes. Während die optische und logistische Erneuerung Formen annimmt, sorgt die finanzielle Dimension für Zündstoff.
Während die Temperaturen derzeit für reges Badewetter sorgen, laufen im Villacher Rathaus bereits die Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit, vor allem was den Tourismus angeht: Das Stadtmarketing hat nach einem umfassenden Beteiligungsprozess ein neues Konzept für den Adventmarkt ausgearbeitet.
Modulbau statt Holzhütten
Die bisherigen, das Stadtbild prägenden Holzhütten auf dem Hauptplatz haben ausgedient, das ist fix. Um Platz für zeitgemäße Lösungen zu schaffen, veranlasste das Stadtmarketing den Verkauf der Holzbauten. Der personelle und zeitliche Aufwand beim jährlichen Auf- und Abbau der alten Konstruktionen sei schlicht zu hoch geworden. Neue, flexiblere Systeme sollen den logistischen Kraftakt künftig auf ein Minimum reduzieren. „Deshalb hat man sich auf Wunsch der Unternehmen für den Ankauf von Hütten in Modulform entschieden“, betont Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) im Gemeinderat. Die Modulbauweise hat allerdings auch einen Preis: Für die Anschaffung der neuen Infrastruktur wird ein Darlehen in der Höhe von 380.000 Euro aufgenommen, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet. Die ausgedienten Hütten waren erst im Jahr 2016 angeschafft worden. Auch damals schlug die Investition mit einer Summe von 250.000 Euro zu Buche.
Investition beschlossen
Die politische Einigkeit hielt sich jedoch in Grenzen. Zwar signalisierten SPÖ und ÖVP volle Unterstützung für das Vorhaben und betonten den Mehrwert für Wirtschaft und Tourismus, von den andere Parteien hagelte es teilweise Kritik, vor allem die Ausgaben und die erneute Kreditaufnahme wurde bemängelt. Die notwendige Haftungsübernahme für das 380.000-Euro-Projekt wurde schlussendlich mehrheitlich im Gemeinderat beschlossen.