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Eine Frau soll ihrem Freund mit gefälschten E-Mails eine bevorstehende Staatsbürgerschaft vorgespielt haben. Die Polizei ermittelt wegen Betrugsverdachts.
Eine Frau soll ihrem Freund mit gefälschten E-Mails eine bevorstehende Staatsbürgerschaft vorgespielt haben. Die Polizei ermittelt wegen Betrugsverdachts.

„Wollte ihn nur aufmuntern“: Freundin spielt Beamtin und kassiert „Gebühren“

Mehr als 1.000 Euro überwies ein Mann für seine angebliche Staatsbürgerschaft. Wie sich herausstellte, war das gesamte Verfahren nur vorgetäuscht.

von Carolina Jakubovic
1 Minute Lesezeit(221 Wörter)
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Mit einer ungewöhnlichen Anzeige wandte sich ein 25-jähriger Mann am Montag an die Polizei. Er gab an, mehr als 1.000 Euro an angebliche Bearbeitungskosten für die österreichische Staatsbürgerschaft bezahlt zu haben – den Staatsbürgerschaftsnachweis habe er jedoch nie erhalten. Der afghanische Staatsbürger erklärte den Ermittlern, den Betrag für das Verfahren an das Land Kärnten überwiesen zu haben. Bei den Nachforschungen stellte sich allerdings heraus, dass das Geld auf dem Konto seiner Freundin gelandet war.

Freundin gab sich als Landesbedienstete aus

Die 21-jährige Slowenin soll ihrem Freund zugesichert haben, das Geld an die zuständige Behörde weiterzuleiten. Außerdem verschickte sie ihm laut Polizei mehrere E-Mails von einer gefälschten E-Mail-Adresse und gab sich darin als Mitarbeiterin des Landes Kärnten aus. Darin informierte sie ihn über den angeblichen Ablauf des Staatsbürgerschaftsverfahrens.

„Ich wollte ihn aufmuntern“

Bei ihrer Einvernahme räumte die Frau die Vorwürfe ein. Sie gab an, ihr Freund sei wegen des bisher nicht erhaltenen Staatsbürgerschaftsnachweises sehr niedergeschlagen gewesen. Deshalb habe sie ihm lediglich vorspielen wollen, dass die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft kurz bevorstehe. Warum sie dabei auch mehr als 1.000 Euro entgegennahm, geht aus den bisherigen Ermittlungen nicht hervor. Die Polizei führt die weiteren Erhebungen.

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