Villacher Gärten: Wie Mähroboter in der Nacht zur Gefahr für Tiere werden
Nachtaktive Mähroboter gefährden Igel und andere Gartentiere. Villachs Naturschutzreferent Sascha Jabali Adeh ruft dazu auf, die Geräte nur bei Tageslicht einzusetzen.
In zahlreichen Gärten Villachs gefährden in der Dämmerung und Nacht fahrende Rasenmähroboter die Artenvielfalt. Besonders betroffen ist der Igel, dessen Bestände stark abnehmen: Bei Gefahr flieht er nicht, sondern rollt sich zusammen. Da die Sensoren vieler Geräte das Hindernis nicht als Lebewesen erkennen, erleiden Igel sowie Amphibien und Insekten oft tödliche Verletzungen. Selbst bei neueren Modellen empfiehlt sich daher vorab eine Sichtkontrolle des Rasens.
Appell an Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer
Villachs Naturschutzreferent Stadtrat Sascha Jabali Adeh ersucht die Bevölkerung deshalb, Mähroboter ausschließlich am Tag einzusetzen: „Ich appeliere daher an alle Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer, die auf den Mähroboter nicht verzichten möchten: Bitte meiden Sie die Dämmerungszeiten und passen Sie die Betriebszeiten Ihrer Geräte so an, dass Sie ausschließlich bei Tageslicht unterwegs sind.“
Rückzugsorte und Nahrungsquellen
Zusätzlich helfen ungemähte Bereiche etwa unter Hecken oder an Rändern den Tieren als Nahrungsquelle und Versteck. Stadtrat Jabali Adeh betont: „Wenn Sie kleine Bereiche Ihres Gartens (z. B. unter Hecken oder in Randbereichen) verwildern lassen, können Laub und Hohes Gras als wichtige Rückzugsorte und Nahrungsquellen dienen. Bitte helfen Sie mit, unsere Gärten als Lebensraum zu erhalten. Ein igelfreundlicher Garten ist ein wertvoller Beitrag zu Natur- und Artenschutz!“ Praktische Hinweise hierzu bietet die Veranstaltungsreihe der Stadt: „Nützliche Tipps für eine naturnahe Gartengestaltung erhält man auch im Zuge unserer Natur-im-Garten-Veranstaltungsreihe.“