Skip to content
/ ©zVg. / KK
Ein Bild auf 5min.at zeigt eine Baustelle.
In der Draustadt wird derzeit fleißig gebaut.

Gegen teures Wohnen: Wo jetzt hunderte geförderte Wohnungen entstehen

Steigende Mieten belasten viele Haushalte. Doch Villach will mit einer gewaltigen Wohn-Offensive gegensteuern: 300 geförderte Wohnungen entstehen aktuell und Hunderte weitere sollen folgen.

von Online Redaktion Logo 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(481 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Wer derzeit durch Villach fährt, sieht an zahlreichen Ecken Kräne und Baustellen. Doch hinter den Kränen steckt nicht der freie Spekulationsmarkt, sondern eine gezielte politische Strategie. Die Stadt kämpft damit aktiv gegen den Druck von hohen Mieten. Zum Einsatz kommt die schärfste Waffe, die Gemeinden und Städten zur Verfügung steht: der geförderte Wohnbau.

Scharfe Geschütze gegen hohe Mietpreise

Rund 300 geförderte Mietwohnungen entstehen derzeit über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Für Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) ist dieser Schritt genau der Richtige, um Wohnen für die Bürgerinnen und Bürger bezahlbar zu halten: „Geförderter Wohnbau ist der effizienteste Weg, Mieten möglichst niedrig zu halten. Diese Wohneinheiten werden vom Land Kärnten und den Gemeinden unterstützt, sodass die Mietpreise niedriger sein können als auf dem Privatmarkt.“

Ein Bild auf 5min.at zeigt Bürgermeister Günther Albel auf einer Baustelle.
©Kofler
Am Foto: Bürgermeister Günther Albel

Harte Verhandlungen

Das Prinzip hinter dem Villacher Modell basiert auf harter Verhandlungsarbeit und kluger Raumordnung. Durch intensive Gespräche mit dem Land Kärnten seien so hohe Kontingente an geförderten Mitteln gesichert worden. Gleichzeitig stellt die Stadt Villach Bauland oft über günstige Baurechte zur Verfügung. Ein Beispiel in St. Martin in der Schlossgasse, wo ein altes baufälliges Gebäude abgerissen wurde, um Raum für 12 moderne Wohneinheiten zu schaffen.

Verdichtung statt Bodenverbrauch

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem nachhaltigen Bauen. In Völkendorf zeigt sich, wie moderne Stadtentwicklung ohne zusätzlichen Bodenverbrauch funktioniert: In der Millesistraße stockt die Baugenossenschaft „meine Heimat“ bestehende Gebäudekomplexe auf. 24 neue Wohnungen entstehen direkt auf den bisherigen Dächern. Die Hälfte sei bereits bezugsfertig. Auch in Vassach geht es zügig voran: 48 Einheiten stehen dort ab Oktober bereit und werden über die Stadt sowie das Kärntner Siedlungswerk (KSW) vergeben. In Landskron weicht wiederum ein ehemaliger Spar-Markt 28 geförderten Wohnungen.

Ein Bild auf 5min.at zeigt ein Mehrparteienhaus.
©zVg. / KK |
In Völkendorf entstehen 24 neue Wohnungen.
Ein Bild auf 5min.at zeigt ein Mehrparteienhaus.
©zVg. / KK |
Auch in St. Magdalen wird gebaut.
Ein Bild auf 5min.at zeigt ein Mehrparteienhaus.
©zVg. / KK |
48 Einheiten stehen dort ab Oktober auch in Vassach bereit.
Ein Bild auf 5min.at zeigt eine Baustelle von oben.
©zVg. / KK

Der Großangriff auf den Wohnmarkt hat erst begonnen

Die 300 aktuellen Einheiten sind jedoch nur die erste Etappe der angekündigten Offensive. Die Stadt plant bereits in größeren Dimensionen, um den Wohnungsmarkt langfristig und nachhaltig zu entspannen, heißt es Seitens der Stadtverwaltung. „Derzeit gibt es in Villach eine Wohnbau-Offensive, die das Ergebnis harter Verhandlungen mit dem Land Kärnten ist. 300 neue geförderte Mietwohnungen sind ein großer Schritt für Villach. Bei den Stadtentwicklungsquartieren am Westbahnhof und im Nikolaiquartier werden noch hunderte Wohnungen zusätzlich folgen“, kündigt Bürgermeister Albel an.

Neuer Wohnraum für die Stadt

Alleine beim Projekt Westbahnhof, für das die Ausschreibungen bereits im Gange sind, werden weitere 300 Wohnungen geschaffen. Im NikolaiQuartier im Herzen der Stadt macht das „Haus im Leben“ mit 59 Einheiten, Caritas-Einrichtungen und Jugendzentrum den Anfang. Ergänzt wird das Paket durch freifinanzierte Einheiten am Josefsmarkt sowie 109 Eigentumswohnungen auf dem Judendorfer Feld. Villach will damit ein klares Zeichen setzen: Bezahlbarer Wohnraum sei kein Zufall, sondern das Resultat konsequenter Politik.

Ein Bild auf 5min.at zeigt das künftige Nikolaiquartier.
©zVg. / KK
Auch im künftigen Nikolaiquartier sind geförderte Mietwohnungen geplant.

Aktuelle Bauprojekte (Geförderte Wohnungen)

Vassach

  • Umfang: 48 geförderte Mietwohnungen (2 bis 4 Zimmer)
  • Bauträger: Kärntner Siedlungswerk (KSW)
  • Status / Zeitplan: Fertigstellung / Bezug ab Oktober

Landskron (Ehemaliger Spar-Markt)

  • Umfang: 28 geförderte Wohnungen (9x 2-Zimmer, restliche 3-Zimmer)
  • Details: Abriss des alten Spar-Markts beim Walter-Dick-Park
  • Status / Zeitplan: Geplanter Einzug 2028

St. Magdalen

  • Umfang: 35 geförderte Mietwohnungen mit Tiefgarage
  • Bauträger: Landeswohnbau Kärnten
  • Lage: Zwischen Volksschule und Autobahn

St. Martin (Schlossgasse)

  • Umfang: 12 geförderte Mietwohnungen
  • Bauträger: „meine Heimat“
  • Details: Baufälliges Gebäude abgerissen; Stadt stellt Grund via Baurecht zur Verfügung

St. Martin (Ehemalige Kunstschule)

  • Umfang: 12 barrierefreie Wohnungen (Revitalisierung des „Hauses der künstlerischen Begegnung“)
  • Bauträger: „meine Heimat“
  • Status / Zeitplan: Baustart steht bevor, Fertigstellung für 2027 geplant

Völkendorf (Millesistraße)

  • Umfang: 24 Aufstockungswohnungen auf Bestandsgebäuden (ohne neuen Bodenverbrauch)
  • Bauträger: „meine Heimat“
  • Status: Die Hälfte der Wohnungen ist bereits fertiggestellt

Maria Gail

  • Umfang: 24 geförderte Mietwohnungen
  • Bauträger: „meine Heimat“
  • Status / Zeitplan: Dachgleichenfeier im September; Bezug im kommenden Jahr

Kanaltaler Siedlung

  • Umfang: 235 Wohnungen (Netto-Zuwachs von 60 Einheiten gegenüber dem Altbestand)
  • Bauträger: Landeswohnbau Kärnten
  • Details: Mix aus Abbruch/Neubau und Aufstockung bestehender Gebäude

Große Stadtentwicklungs- & Viertelprojekte

Innenstadt (NikolaiQuartier)

  • Erster Schritt: Errichtung des „Haus im Leben“
    Umfang: 59 geförderte Mietwohnungen, Jugendzentrum & Caritas-Einrichtungen
  • Perspektive: Zukünftig folgen Hunderte weitere Wohnungen auf dem Gesamtareal

Projekt Westbahnhof

  • Umfang: 300 weitere Wohnungen (Großteil gefördert)
  • Status: Ausschreibungen laufen
    Freifinanzierte & Sonstige Projekte

Neuer Josefsmarkt (Kaiser-Josef-Platz)

  • Umfang: 60 bis 70 nicht geförderte Mietwohnungen im neuen Marktviertel
    Völkendorf (Judenburger Feld)
    Umfang: 109 Eigentumswohnungen
  • Status: Bereits ca. 85 % verkauft

Transparenzhinweis

KI-Hinweis: Künstliche Intelligenz kam lediglich unterstützend zum Einsatz, der Text wurde überwiegend von der Redaktion verfasst und sorgfältig geprüft.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 28.08.2026 um 17:54 Uhr aktualisiert
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes