Ungebetene Gäste im Naturjuwel: Wie geht es mit den Warmbader Bibern weiter?
Nur durch das rasche handeln der Stadt Villach konnte jetzt in Warmbad eine sich anbahnende Tiertragödie verhindert werden.
Nur durch das rasche handeln der Stadt Villach konnte jetzt in Warmbad eine sich anbahnende Tiertragödie verhindert werden. Nach einem Exklusivbericht von 5 Minuten rückten Mitarbeiter des Wirtschaftshofes sofort aus und machten die von Bibern aufgebauten Dämmer wieder durch wasserdurchlässig.
Sofort ausgerückt
„Wir kommen sofort“, verkündete Bürgermeister Günther Albel auf der Facebookseite von 5 Minuten als er von dem Bericht über das Fischsterben im weit über die Landesgrenzen bekannten Zillerbaches gelesen hatte. Biber hatten mit dem Bau von Dämmen den Durchfluss des Bachwassers zum Erliegen gebracht, der Bach war zu einer Kloake verkommen, tote Fische säumten das Bachbett. Der Bürgermeister organisierte seine Mitarbeiter vom Wirtschaftshof die trotz dienstfreiem Wochenende sofort ausrückten und ließ dazu schweres Gerät auffahren um die aufgebauten Dämme wieder zu entfernen.
„In letzter Minute“
„In letzter Minute“, lobte der Villacher Gottfried Gollner der Alarm schlug und nun als Tierretter gefeiert wird. Die Auwälder rund um den Zillerbach sind ein Naturjuwel. Zahlreiche Zierfische im Bach locken jedes Jahr Besucher aus dem In – und Ausland an. In den Baumkronen brüten der Pirol und der Kernbeißer, in den Sträuchern tummeln sich Rotkehlchen und der Zaunkönig. Vor mehr als zehn Jahren siedelten sich dann Biber an, die sich von Jahr zu Jahr eher zu ungebetenen Gästen entwickelten. Ihre Dämme müssen immer wieder entfernt werden. „Jetzt scheint man die Entwicklung der Natur überlassen zu haben. Seit Wochen habe ich davor gewarnt, dass der Dämme der Biber immer dichter werden und das Wasser im Unterlauf immer weniger wird und oben weiter das Wasser sich staut und in den Wald ausbreitet“, so Gollner. Jetzt das enorme Fischsterben durch Austrocknung und Sauerstoffmangel im Restwasser.
Beratung über kommende Schritte
Der Bürgermeister und seine Berater sollen nun entscheiden wie es mit den Bibern in den Auwäldern weiter gehen soll. In Kärnten dürfen die geschützten Tiere, wenn sie Schaden anrichten, per Landesverordnung, ähnlich wie die Wölfe, problemlos abgeschossen werden. Seltene Fische vor geschützten Bibern? Schon kommende Woche soll darüber in der Stadt über weitere Schritte beraten werden.