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/ ©Marktgemeinde Bad Bleiberg
Bild auf 5min.at zeigt den Bleiberger Bürgermeister
Der Bürgermesiter Christian Hecher nahm die Vorwürfe ernst.

„Find ich mehr als feig“: Anonyme Vorwürfe gegen Kindergarten erhitzt Gemüter

Kurz vor den beginnenden Kindergartenferien erreichte ein Brief die Eltern aus Bad Bleiberg. Darin stand, dass der Kindergarten zwei Tage früher zusperren muss, aufgrund schwerer anonymer Vorwürfe.

von Amélie Meier Das Foto auf www.5min.at zeigt die Mitarbeiterin Amelie Meier von 5min.at
3 Minuten Lesezeit(593 Wörter)
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„In den vergangenen Monaten haben uns im Zusammenhang mit dem Kindergarten in Bad Bleiberg zwei anonyme Beschwerden erreicht. Wir möchten Sie hiermit über die bisherige Vorgehensweise und die aktuelle Situation transparent informieren“, so begann der Elternbrief. Im Schreiben stand dann auch, dass die Marktgemeinde Bad Bleiberg aufgrund der belastenden Anschuldigungen des Betreuungspersonals die Marktgemeinde Bad Bleiberg entschieden hat, zur Entlastung der Situation und minimalen Beruhigung beizutragen, den Kindergarten schon zwei Tage vor eigentlich Ferienbeginn zu schließen.

Erstes anonymes Schreiben

Konkret ging bei der Gemeinde Bad Bleiberg und auch beim Land Kärnten im April ein anonymes Schreiben mit schweren Vorwürfen gegen Mitarbeiter des Kindergartens ein. „Eine erste anonyme Beschwerde mit verschiedenen Vorwürfen haben wir selbstverständlich ernst genommen und sind diesen entsprechend nachgegangen. Als zuständige Aufsichtsbehörde wurde die Abteilung 6 des Amtes der Kärntner Landesregierung informiert und in die weitere Bearbeitung eingebunden“, heißt es seitens der Gemeinde. Sämtliche Vorwürfe wurden sorgfältig geprüft und konnten nicht bestätigt werden. Bei den Anschuldigungen ging es beispielsweise darum, dass die Kinder zum Essen und Schlafen gezwungen und nicht mit Sonnencreme eingeschmiert würden.

Im August folgte ein zweites Schreiben

Nachdem die ersten Vorwürfe geprüft und nicht bestätigt wurden, kam dann im August ein zweites anonymes Schreiben. Auch dieses wurde ernst genommen. Und auch dieses Mal konnte keiner der schwerwiegenden Anschuldigungen nachvollzogen werden. Da dies aber eine Belastung für die Kindergartenmitarbeiter war, wurde der Kindergarten eben bereits zwei Tage vor eigentlichem Ferienbeginn geschlossen. Der Bürgermeister hatte dann zu persönlichen Gesprächen für Eltern eingeladen, um möglichst transparent zu bleiben.

Elternabend fand vorgestern statt

Um für noch mehr Transparenz zu dem sensiblen Thema zu sorgen, fand vorgestern, 31. August, im Knappensaal in Bleiberg ein Elternabend statt. Dort wurde von den Zuständigen aus verschiedenen Abteilungen genau erklärt, wie bei den Vorwürfen vorgegangen wurde, was geprüft wurde und wie es weitergeht. Und es wurde von allen Seiten nochmal betont, dass an den Vorwürfen nichts dran ist.

Anonymer Schreiber soll sich bitte melden

Der Bürgermeister von Bad Bleiberg sagt im Gespräch mit 5 Minuten: „Natürlich nehmen wir solche Vorwürfe absolut ernst. Aber ich möchte den anonymen Schreiber bitten sich persönlich bei mir zu melden. Denn um wichtige Angelegenheiten zu klären, reicht es oft nicht aus, nur anonym zu schreiben. Für klare Kommunikation ist es wichtig, ein persönliches Gespräch zu führen.“ Bei dem Elternabend sah man auch, dass Unverständnis bei den Eltern herrschte. Eine Mutter meinte: „Also, wenn ich ein Problem mit dem Kindergarten habe, dann stehe ich dort und spreche die betreffenden Personen darauf an. Und wenn es so schlimm ist wie behauptet, lasse ich mein Kind dort auch nicht mehr hingehen. Einen anonymen Brief zu schreiben, finde ich mehr als feig.“ Dem stimmten viele der Anwesenden bei.

Ort steht hinter den Pädagoginnen

Was vorgestern auch klar rüberkam: Viele der Anwesenden stehen ganz klar hinter den Pädagoginnen. Die Vorwürfe wurden von allen Seiten ernst genommen. Sie wurden genaustens geprüft, auch vor Ort mit Anwesenheit Dritter, und entkräftet. Viele der Eltern können die Vorwürfe auch nicht nachvollziehen. Was Fakt ist, nach dem Elternabend, sind sehr viele Personen zu den Pädagoginnen gegangen und haben diesen Mut zugesprochen. Ein Vater meinte: „Lasst uns auch dran denken, nicht nur Negatives hervorzuheben, sondern auch mal positives Feedback zu geben.“

Vorwürfe und Vorgehen:

Die Abteilung 6 hat neben der St. Hemma-Stiftung die vorgebrachten Punkte sehr gründlich geprüft. Dazu fanden Gespräche mit den Beteiligten statt und es wurde seitens der Abt. 6 ein standardisiertes Beobachtungsinstrument eingesetzt, um die pädagogische Arbeit und den Umgang mit den Kindern fachlich zu beurteilen. Im Rahmen dieser Überprüfung konnten jene Punkte der Beschwerde, die die pädagogische Tätigkeit und den Umgang mit den Kindern betrafen, nicht beobachtet und nicht bestätigt werden. Unabhängig von diesem Ergebnis wurde und wird das Team durch eine externe Prozessbegleiterin unterstützt, um die Zusammenarbeit zu stärken, unterschiedliche Sichtweisen und Herausforderungen im Team professionell zu bearbeiten und die gemeinsame pädagogische Arbeit weiterzuentwickeln.

Es wurden nicht alle Vorwürfe genannt, aber einige wurden transparent erklärt:

So wurde behauptet, dass die Kinder zum Essen und Schlafen gezwungen werden. Sie nicht mit Sonnencreme eingeschniert werden. Das die Kinder gedemütigt werden.

Alle und andere Vorwürfe wurden sorgfältig überprüft und NICHT bestätigt.

 

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 02.09.2026 um 07:03 Uhr aktualisiert
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