„Extrem“ – Villacherin wird von asiatischen Tigermücken geplagt
Asiatische Tigermücken haben einen Garten in der Villacher Innenstadt mittlerweile fest unter Kontrolle. Eine betroffene 5 Minuten-Leserin spricht von einer regelrechten Plage. Die AGES gibt jedoch Entwarnung.
Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südost-Asien. Seit ca. 30 Jahren breitet sie sich von Süden her in Europa aus. 2022 konnte das Insekt zum ersten Mal lückenlos in allen neun Bundesländern Österreichs nachgewiesen werden. Heuer gingen etwa Meldungen aus Villach und Klagenfurt ein, wie eine Sprecherin der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auf Nachfrage von 5 Minuten bestätigt. Eine Draustädterin wird ganz momentan ganz besonders von den Stechmücken geplagt. In ihrem Garten in der Villacher Innenstadt würden sich die Tierchen besonders wohl fühlen. „Es ist extrem!“, schildert Sigrid B. im Gespräch mit 5 Minuten.
Hast du schon einmal eine Tigermücke gesehen?
AGES gibt Entwarnung
Vonseiten der AGES wird versichert, dass es derzeit noch keine etablierten Populationen in Kärnten gibt. Um die Ausbreitung der Tigermücke in Österreich zu überwachen, kommen zwei Methoden zum Einsatz: das behördliche Ovitrap-Monitoring der AGES und die Citizen-Science-App „Mosquito Alert“. Experten kontrollieren dafür von Mai bis Oktober wöchentlich spezielle Eigelegefallen an über 60 strategischen Standorten – wie etwa Städten oder Autobahnraststätten. Parallel dazu kann die Bevölkerung Funde oder Fotos der Insekten ganz unkompliziert über die App melden. Die eingesendeten Fotos werden dann von Fachleuten geprüft und anschließend anonym auf einer öffentlichen Karte sichtbar gemacht.
Ausbreitung stoppen
Das Wissen um die Standorte hilft der Forschung – doch im eigenen Garten oder auf dem Balkon kann jeder selbst aktiv werden. Denn: Rund 40 bis 90 kleine, schwarze Eier verteilt ein Tigermücken-Weibchen pro Zyklus auf verschiedene Wasserstellen. Diese haften fest an den Rändern von Gefäßen und überstehen problemlos mehrere Monate – selbst den Winter. „Um die Ausbreitung wirksam zu stoppen, müssen daher potenzielle Brutstätten wie Regentonnen, Planschbecken, Eimer, Vogeltränken, Gießkannen oder hohle Zaunrohre konsequent beseitigt werden“, heißt es vonseiten der AGES weiter.
Mücken-Gefahr?
Grund zur Panik besteht jedoch nicht. Zwar kann die Asiatische Tigermücke theoretisch mehr als 20 verschiedene Krankheitserreger wie das Dengue- oder Chikungunyavirus weitergeben, allerdings kommen diese in Österreich gar nicht vor. „Fälle von West-Nil-Virus sind bisher auf Ost-Österreich beschränkt. Dieses Virus kann aber auch durch heimische Gelsenarten übertragen werden“, so die Experten. Erkennen lassen sich die Mücken übrigens am typischen weißen streifen direkt am Rückenschild, dem schwarz-weiß gestreiften Hinterleib sowie den schwarz-weiß gestreiften Beinen.