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/ ©Fotomontage Canva
Das Bild auf 5min.at zeigt ein tanzendes Paar in einer Disco.
Am 9. Oktober sperrt die "Schickeria" in der Trattengasse 4 auf.

Neue Tanzbar eröffnet in Villach: Hier soll gefeiert werden „wie damals“

Schlager, Austropop, Discofox und Hits aus mehreren Jahrzehnten: Mit der „Schickeria“ bekommt Villach eine neue Tanzbar mit großem Nostalgiefaktor. Betreiber Hannes will damit eine Lücke schließen.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
4 Minuten Lesezeit(800 Wörter)
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Ein Rüscherl in der Hand, Discofox auf der Tanzfläche und dazu Musik, die sich schon jahrzehntelang bewährt hat: In der Trattengasse 4 in Villach soll ab 9. Oktober ein Stück Nachtleben zurückkehren, wie es viele noch von früher kennen. Dort eröffnet Hannes die neue Tanzbar „Schickeria“.

Betreiber mit 35 Jahren Gastroerfahrung

Seinen vollständigen Namen möchte der Villacher vorerst nicht öffentlich machen, weil er derzeit noch berufstätig ist. Was er gegenüber 5 Minuten allerdings verraten hat: In der Gastronomie ist er alles andere als ein Neuling. „Ich habe von 2011 bis 2014 zwei Lokale gehabt, war Hoteldirektor und habe über 35 Jahre Erfahrung in der Gastro“, erzählt er im Gespräch mit 5 Minuten. Schon in jungen Jahren arbeitete er als DJ und Kellner in einer Disco, die Erfahrungen haben ihn nicht losgelassen.

„Es gibt in Villach nichts zum Tanzen“

Mit dem Gedanken, wieder ein eigenes Lokal zu eröffnen, spielt Hannes nach eigenen Angaben schon seit Jahren. „Ich lebe für die Gastronomie“, sagt er. Auf die Idee, eine Tanzbar zu eröffnen, kam er quasi aus der Not heraus. Im Gespräch mit Bekannten heißt es immer: „Es gibt in Villach nichts zum Tanzen, also zum Paartanzen. Ich habe viele Bekannte, die gerne tanzen würden“, erzählt er. Und so entstand die Idee für die Schickeria: „Also habe ich mir gedacht, ich mache eine reine Paartanzbar.“ Und warum ausgerechnet der Standort in der Trattengasse? Auch das war für den Betreiber kein Zufall. „Das war strategisch überlegt. Es liegt zentral, wenn du Villacher bist, brauchst du kein Auto.“ Gleichzeitig sei das kleine Kellerlokal genau das, was er gesucht habe: „Es ist wie ein Wohnzimmer daheim.“

„Musik wie damals“

Die neue Bar kommt mit großem Nostalgiefaktor. Gespielt wird Musik von den 60ern bis in die 2000er – von Oldies und Schlager über Austropop und Neue Deutsche Welle bis zu Discofox und den großen Disco-Hits der 80er und 90er. „Die Idee war wirklich eine Bar mit einer Musik wie damals. Wenn ein 60-, 70-Jähriger kommt, fühlt er sich hier wie damals“, erklärt Hannes. Was nicht gespielt wird? „Techno und Hiphop“, stellt Hannes klar.

Trainingsanzüge bleiben draußen

Gedränge auf der Tanzfläche soll es in der Schickeria nicht geben. Obwohl in das Kellerlokal laut Betreiber rund 120 Personen passen würden, zieht er bewusst früher die Grenze. „Die Leute sollen sich wohlfühlen. Mehr als 90 lasse ich nicht rein.“ Insgesamt sollen also rund 85 bis 90 Gäste Platz finden. Hannes spricht von einem „Wohnzimmerfeeling“, das er schaffen möchte. In Bezug auf die Einrichtung sind viel Neon und Anleihen an die 80er und 90er geplant. Auch eine Kleiderordnung wird es geben. Trainingsanzüge, Hoodies sowie schmutzige oder zerrissene Kleidung möchte Hannes nicht im Lokal sehen. Außerdem hat er folgende Anforderungen an sein Klientel: „Stark alkoholisierte Gäste werden am Wochenende freundlich abgewiesen“, so der Betreiber.

Jeder Abend hat seinen eigenen Sound

Geöffnet wird von Mittwoch bis Samstag, wobei jeder Abend ein etwas anderes Publikum ansprechen soll. Mittwochs beginnt bereits um 18 Uhr der „Feierabend“, die Schickeria-Version eines Afterworks. Donnerstags stehen ab 20 Uhr Oldies, Evergreens und Schlager auf dem Programm. Freitags geht es ab 21 Uhr mit Austropop und Neuer Deutscher Welle weiter. Der Samstag gehört schließlich Discofox und Disco-Musik von den 70ern bis in die 2000er. Donnerstag, Freitag und Samstag legt jeweils ein DJ auf. Zusätzlich sind ein- bis zweimal pro Monat spezielle Abende geplant. Hannes denkt etwa an Single-, Scheidungs-, Retro- oder Ladys-Nights. Auch Ü30-Partys soll es geben.

Auch Tanzschüler sollen hier üben können

Seine Kernzielgruppe sieht der Betreiber ungefähr zwischen 25 und 60 Jahren – willkommen seien aber grundsätzlich alle Erwachsenen, „die gern das Tanzbein schwingen“. Besonders ansprechen möchte er auch die Villacher Tanzschulen und deren Schüler. „Bei mir haben sie Platz und können das Gelernte üben“, erklärt Hannes.

Rüscherl und Mascherl feiern ein Comeback

Die Zeitreise soll übrigens nicht bei Musik und Einrichtung aufhören. Auch auf der Getränkekarte möchte Hannes Nostalgisches servieren. Klassiker wie Rüscherl, Mascherl, Jacky Cola, Erdbeer- und Ribiselspritzer sind dabei – „das, was es früher einmal gegeben hat“. Freitags und samstags ist ein Eintritt von rund fünf Euro vorgesehen, mittwochs und donnerstags soll der Eintritt frei bleiben. Gefeiert werden darf bis 4 Uhr früh.

Am 9. Oktober geht es los

Lange müssen neugierige und tanzwütige Villacher nicht mehr warten: Das „Grand Opening“ steigt am Freitag, dem 9. Oktober. Ab 20 Uhr öffnen sich erstmals die Türen der „Schickeria“. Musikalisch möchte Hannes zum Auftakt gleich das gesamte Repertoire der kommenden Tanzbar präsentieren. Auch Eröffnungsspecials sind geplant, die Details dazu stehen allerdings noch nicht fest.

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