Millionenverkäufe: Kärntner erfüllt sich Jugendtraum in Dubai
Vom HAK-Absolventen in Villach zum erfolgreichen Immobilien-Unternehmer in der Wüstenmetropole: Maximilian P. hat sich in Dubai seinen Jugendtraum erfüllt und Verkäufe im Wert von 220 Millionen AED abgewickelt. (ca.52,7 Mio. Euro)
Schon als Jugendlicher träumte der gebürtige Villacher Maximilian Popolari davon, eines Tages im Ausland sein eigenes Unternehmen aufzubauen. 2021 wagte er mit nur 22 Jahren den mutigen Schritt nach Dubai – ohne Branchenerfahrung, aber mit viel Disziplin und Kärntner Werten im Gepäck. „Ich bin in Villach aufgewachsen und habe an der HAK Villach maturiert. Danach absolvierte ich mein Bachelorstudium in International Business Administration. Neben dem Studium habe ich gearbeitet und mir etwas angespart. Diese Rücklagen haben mir später überhaupt erst den Start in Dubai ermöglicht“, so der Villacher gegenüber 5 Minuten. Heute leitet er mit THE POPOLARI REAL ESTATE eine eigene Boutique-Agentur für exklusive Luxusimmobilien. Im exklusiven Interview mit 5 Minuten erzählt der 27-Jährige von seinem spontanen Aufbruch, harten Anfängen in der Wüstenstadt und warum seine Heimat Kärnten für ihn immer der wichtigste Rückzugsort bleiben wird.
Interview: Von Villach in die Wüstenmetropole
Warum hat es dich ausgerechnet nach Dubai verschlagen?
Ursprünglich hatte ich vor allem die USA im Kopf, insbesondere Florida und Miami. Ich habe mir Miami tatsächlich vor Ort angesehen und bin anschließend zum Vergleich nach Dubai gereist. Es war mein erster Besuch dort.
Die Hochhäuser haben mich natürlich beeindruckt. Was mich aber wirklich gepackt hat, war die Energie der Stadt: dieses Tempo, der Unternehmergeist und das Gefühl, dass Menschen hier etwas aufbauen wollen. Aus zehn Tagen zum Kennenlernen wurde schließlich eine Entscheidung, die mein ganzes Leben verändert hat.
Erinnerst du dich an den Moment, in dem du entschieden hast, tatsächlich dorthin zu ziehen?
Sehr genau. Während dieses Aufenthalts hatte ich ein Gespräch bei Tanami Properties vereinbart. Ich wollte mich zunächst nur informieren, wie die Arbeit in einer Immobilienfirma in Dubai aussieht.
Das Büro lag im 34. Stock. Ich saß in einer riesigen Lobby und wartete auf mein Gespräch mit dem damaligen Head of Sales, der später mein Mentor werden sollte. Wir unterhielten uns ungefähr zwei Stunden. Am Ende sagte er sinngemäß: „Überleg es dir und gib mir Bescheid.“ Ich fragte: „Wann kann ich anfangen?“ Seine Antwort war: „Morgen.“
Ich sagte: „Gib mir eine Woche.“
So spontan fiel die Entscheidung. Ich flog nach Hause, packte meine Sachen und organisierte den Umzug. Am darauffolgenden Samstag kam ich wieder in Dubai an. Sonntag war mein erster Arbeitstag als Junior Property Consultant. Zwischen einem unverbindlichen Kennenlernen und meinem neuen Alltag lag kaum mehr als eine Woche.
Wie waren deine ersten Monate? Hattest du bereits einen Job, Kontakte und finanzielle Sicherheit?
Den Job hatte ich, ein Netzwerk vor Ort praktisch nicht. Meine ersten Kontakte waren die Menschen in der Firma. Die Arbeit war rein provisionsbasiert: Ohne Verkauf gab es kein Einkommen. Wohnung, Transport und Lebensunterhalt musste ich zunächst selbst finanzieren.
Durch meine Ersparnisse wusste ich, dass ich mich ungefähr sechs bis acht Monate über Wasser halten konnte. Für ein Leben auf großem Fuß reichte das nicht. Von der Luxuswelt, die viele mit Dubai verbinden, bekam ich anfangs wenig mit.
Ich fuhr durch die Stadtviertel, lernte Gebäudenamen, besuchte Bauträger und versuchte, so viel Wissen wie möglich aufzunehmen. Häufig war ich um neun Uhr morgens im Büro und ging erst um Mitternacht oder ein Uhr nach Hause. Die ersten sechs Monate waren besonders hart.
Mein Mentor war in dieser Zeit sehr wichtig. In einer Firma mit rund 150 Maklern gab es enorm viel zu lernen. Schritt für Schritt kamen die ersten Kundentermine und Verkäufe. Nach dem schwierigen ersten Jahr arbeitete ich mich unter die Top-Verkäufer und zählte in den darauffolgenden Jahren regelmäßig zu den drei besten Verkäufern des Unternehmens.
Gab es einen Punkt, an dem es überhaupt nicht nach Erfolg aussah und du ans Zurückkehren gedacht hast?
Gerade am Anfang war Erfolg keineswegs selbstverständlich. Man arbeitet sehr viel, finanziert alles selbst und muss erst beweisen, dass man in diesem Markt bestehen kann. Die ersten Monate waren deshalb eine echte Bewährungsprobe. Für mich stand trotzdem fest: Ich wollte es durchziehen und mir die Chance geben, dort etwas aufzubauen.
Diese Zeit hat mich selbstständiger gemacht. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen und zu meinem Wort zu stehen. Auch der Kontakt mit erfahrenen Unternehmern hat mich geprägt. Viele meiner Kunden sind zwischen 40 und 60 Jahre alt und haben selbst Unternehmen aufgebaut. Aus diesen Begegnungen nehme ich bis heute viel mit.
Im November 2025 folgte schließlich der Schritt in die Selbstständigkeit mit THE POPOLARI REAL ESTATE. Dass das Unternehmen meinen Nachnamen trägt, ist bewusst gewählt: Ich möchte persönlich für meine Arbeit einstehen. Verlässlichkeit, Vertrauen und Wertschätzung sind Werte, die ich aus Kärnten mitgenommen habe und gemeinsam mit meinem Team auch in Dubai leben möchte.
Was vermisst du an Kärnten am meisten, und kannst du dir eine dauerhafte Rückkehr vorstellen?
Am meisten vermisse ich meine Familie und die Natur. Kärnten bedeutet für mich, zur Ruhe zu kommen, abzuschalten und Zeit mit den Menschen zu verbringen, die mir nahestehen. Der Unterschied zum Tempo in Dubai ist enorm.
Ich komme ungefähr drei- bis viermal im Jahr nach Hause. Im Sommer verbringe ich mindestens einen Monat in Kärnten und verbinde das auch mit Kundenterminen in Europa. Über Weihnachten bin ich meist zwei Wochen da, zwischendurch manchmal für ein verlängertes Wochenende. Meine Verbindung zur Heimat ist sehr stark geblieben.
In den nächsten Jahren liegt mein beruflicher Mittelpunkt klar in Dubai. Ich kann mir aber gut vorstellen, später wieder einen Zweitwohnsitz in Kärnten zu haben und zwischen beiden Orten zu pendeln, wenn das Unternehmen entsprechend gewachsen ist. Kärnten wird für mich immer Heimat bleiben.
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