Blickfang an der Kassa: Warentrennstäbe helfen gewaltbetroffenen Frauen
Unauffällig, aber wirksam: Das Frauenhaus Villach macht ab sofort auf besondere Art und Weise auf seine Hilfsangebote für gewaltbetroffene Frauen aufmerksam. Nämlich auf Warentrennstäben an den Kassen von acht SPAR-Märkten.
Hilfe kann nur wirken, wenn Betroffene von ihr wissen. Genau an diesem Punkt setzt eine neue Partnerschaft an: In insgesamt acht SPAR-Supermärkten im Großraum Villach sowie im Gailtal macht das Frauenhaus Villach künftig direkt an der Kassa auf seine Unterstützung aufmerksam. Möglich wird die Initiative durch eine Kooperation mit der Firma POS Marketing. Das Unternehmen stellt dem Frauenhaus kostenlos Werbeflächen auf den Warentrennstäben zur Verfügung. Der Wert dieser Unterstützung beläuft sich auf insgesamt 12.500 Euro.
Hilfe beim Lebensmittel-Einkauf
Das Ziel der Kampagne ist klar definiert: Von Gewalt betroffene Frauen sollen ermutigt werden, Hilfe anzunehmen. Gleichzeitig richtet sich die Botschaft an das Umfeld von Opfern, um bei Anzeichen von Gewalt eine konkrete Anlaufstelle aufzuzeigen. Die Platzierung an den Kassen wurde bewusst gewählt, da Warentrennstäbe beim Einkauf fast von jedem genutzt werden und somit direkt im Blickfeld liegen. Dadurch erreicht die Information Menschen mitten im Alltag, ganz ohne aktive Suche. „Wir freuen uns sehr und bedanken uns für diese besondere Kooperation. Sie ermöglicht uns, betroffene Frauen direkt in ihrem Alltag zu erreichen und auf unser Angebot aufmerksam zu machen. Für uns ist entscheidend, dass Frauen wissen: Es gibt Unterstützung, und sie können diese auch in Anspruch nehmen“, betont Sigrun Alten, Obfrau des Frauenhauses Villach.
Unterstütztung für Gewaltopfer
„Wenn eine betroffene Frau durch die Botschaft erfährt, wo sie Unterstützung bekommt, oder ein Mensch aus ihrem Umfeld dadurch aufmerksam wird und handelt, hat die Kampagne ihr wichtigstes Ziel erreicht. Deshalb unterstützen wir das Frauenhaus Villach aus voller Überzeugung“, erklärt Geschäftsführer Thomas Dullinger. Für die Sozialeinrichtung entstehen durch die Aktion keine Kosten.