Alpla: Bekannter Verpackungs-Hersteller baut bis zu 155 Stellen ab
Bis zu 155 Stellen sind es, die der weltweit bekannte Verpackungshersteller Alpla in Hard (Bezirk Bregenz, Vorarlberg) bis Jahresende einsparen möchte. Das gab man nun in einer Aussendung bekannt.
Alpla möchte die Kosten am Unternehmenssitz in Hard (Bezirk Bregenz, Vorarlberg) anpassen. Steigende Kosten und die angespannte wirtschaftliche Situation machen dem weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Verpackungshersteller nämlich zu schaffen, weshalb bis Jahresende bis zu 155 der rund 1.000 Stellen abgebaut werden sollen.
So ist der Stellenabbau bei Alpla geplant
Das soll möglichst „verantwortungsvoll und sozialverträglich“ vonstatten gehen. Heißt: Den Stellenabbau möchte man unter anderem durch Nicht-Nachbesetzungen, Pensionierungen und Rollenverschiebungen schaffen. Gleichzeitig werden aber auch Vertragsauflösungen angedacht. Wie viele das sein könnten, ist derzeit unklar. Klar ist: Die Mitarbeiter wurden über die Schritte bereits am Donnerstag, 21. Mai 2026, informiert.
Alpla möchte Unternehmenssitz neu ausrichten
Der Unternehmenssitz soll allgemein neu ausgerichtet werden – mit dem Ziel, die Produktivität, Kundennähe und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Alpla hat weltweit 206 Standorte in 45 Ländern, wo insgesamt knapp 25.500 Mitarbeiter beschäftigt werden und beschäftigt sich mit der Herstellung und Wiederverwertung von Kunststoffverpackungen.
Gewerkschaft warnt: „Unterschreiben Sie nichts ungeprüft“
Der Vorarlberger Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA, Marcel Gilly, hat sich nun mit einem Appell an die Beschäftigten gerichtet: „Unterschreiben Sie nichts ungeprüft. Lassen Sie sich von Ihrem Betriebsrat oder Ihrer Gewerkschaft GPA beraten, wenn Ihnen etwas vorgelegt wird.“ Bei einvernehmlichen Vertragsauflösungen kann es nämlich zum Verlust von Ansprüchen kommen, warnt der GPA-Vorarlberg-Geschäftsführer. Denn: „Je nach Ausgestaltung kann es zu finanziellen Verlusten gegenüber einer Kündigung durch den Arbeitgeber kommen.“ Über einen Sozialplan soll am 2. Juni verhandelt werden.