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Foto in Beitrag von 5min.at zeigt das insolvente Unternehmen.
Künftig möchte man sich auf das Gartencenter konzentrieren.

Familienunternehmen: Traditions-Blumenhandel in Insolvenz geschlittert

Wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) berichtet, wurde über drei Unternehmen der Waibel-Gruppe ein Sanierungsverfahren eröffnet.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(394 Wörter)
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Zuerst wurde am Freitag, 12. Juni 2026, bekannt, dass über das Vermögen der „Rosen Waibel Handelsgesellschaft m.b.H.“ aus Mäder (Bezirk Feldkirch, Vorarlberg) ein Verfahren eröffnet wurde. Das Unternehmen wurde 1991 gegründet, hat 23 Dienstnehmer und ist nun in die Pleite geschlittert. Die Passiva liegen laut KSV1870 bei rund 2,5 Millionen Euro, das Unternehmen hat das Sanierungsverfahren selbst beantragt. 30 Gläubiger sind von der Insolvenz betroffen. Die „Rosen Waibel Handelsgesellschaft m.b.H.“ beschäftigt sich mit dem Handel und Vertrieb von Blumen. Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) wird auch ein Gartencenter betrieben, das im Jahr 2022 umfassend modernisiert wurde.

Die Gründe der Insolvenz der Rosen Waibel Handelsgesellschaft m.b.H.

Als Ursache für die Insolvenz gibt der Traditions-Blumenhandel an, dass sich die Kaufkraft bei wesentlichen Käuferkreisen durch die Inflation verringert hätte und dies zu Überkapazitäten am Markt und einer damit einhergehenden, verschärften Wettbewerbssituation geführt hätte. Letztlich hatte das zur Folge, dass die Kunden der Schuldnerin nicht mehr die erforderlichen Mengen abgenommen hätten. Das Familienunternehmen soll jedenfalls weiter bestehen. Dazu soll es restrukturiert werden. Man möchte sich künftig auf den wirtschaftlich tragfähigen Bereich des Gartencenters konzentrieren, so der AKV. Zudem soll ein Sanierungsplan mit einer 20-prozentigen Quote eingebracht werden. Bezahlt werden soll diese binnen zwei Jahren nach einer möglichen Annahme des Sanierungsplans, so der KSV1870 abschließend.

Waibel Produktions GmbH ebenfalls pleite

Zusätzlich wurde übrigens ebenfalls am Landesgericht Feldkirch auch ein Sanierungsverfahren über die Waibel Produktions GmbH aus Mäder eröffnet. In dem Fall sind noch einmal 17 Dienstnehmer und 31 Gläubiger betroffen, die Passiva sollen nicht weniger als 16,6 Millionen Euro betragen.

Auch Waibel Floristik GmbH ist insolvent

Ebenfalls insolvent ist die Waibel Floristik GmbH, die beim Landesgericht Wiener Neustadt einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens eingebracht hat. Der Betrieb beschäftigt sich ebenfalls mit dem Handel von Blumen, insbesondere von Rosen und ist in fünf Teilbetriebe gegliedert. Die Produktion der Blumen erfolgt dabei am Standort in Münchendorf (Bezirk Mödling, Niederösterreich). Betroffen sind 44 Dienstnehmer und 52 Gläubiger. Die Passiva liegen bei 5,7 Millionen Euro. Den Grund für die Insolvenz gibt der KSV1870 mit dem Verlust eines wichtigen Großkunden und der daraufhin folgenden, gerichtlichen Auseinandersetzung mit den Lieferanten an. Auch in diesem Fall ist ein Sanierungsplan mit einer 20-prozentigen Quote geplant.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 12.06.2026 um 16:43 Uhr aktualisiert
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