Großeinsatz bei Industriebetrieb: Mitarbeiter evakuiert, Spielfläche geräumt
Am 22. Juni kam es bei einem Industriebetrieb in Hohenems (Vorarlberg) zu einem Austritt von Schwefelsäure, wodurch ein größerer Einsatz von Feuerwehr, Rettung und Polizei ausgelöst wurde.
Nach der Auslösung der Brandmeldeanlage wurde festgestellt, dass aufgrund eines technischen Defekts an einem Pumpenaggregat eines unterirdischen Tanks Schwefelsäure ausgetreten war. „Nach ersten Schätzungen gelangten rund 500 Liter der Flüssigkeit aus dem Tank“, so die Polizei.
Mitarbeiter evakuiert
Da zu Beginn nicht ausgeschlossen werden konnte, dass gefährliche Dämpfe oder Gase freigesetzt worden waren, wurden der Bereich entlang des Emsbachs sowie eine nahegelegene Spielfläche und ein Tennisplatz vorsorglich geräumt. Auch die Mitarbeiter des betroffenen Betriebs wurden umgehend evakuiert. Durch umfangreiche Messungen und Untersuchungen der Einsatzkräfte konnte rasch Entwarnung gegeben werden. „Für die Bevölkerung sowie für die Umwelt bestand zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefährdung. Personen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden“, betont die Polizei.
Technischer Defekt als Ursache?
Die Feuerwehr sicherte den betroffenen Bereich und führte die erforderlichen Sicherungs- und Reinigungsmaßnahmen durch. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ist von einem technischen Defekt auszugehen. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nicht vor. Im Einsatz standen zahlreiche Kräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes, der Polizei sowie mehrere Fachsachverständige.