„Es hat uns mitten ins Herz getroffen“: Tragödie erschüttert Feuerwehr
"Es gibt Momente, die uns sprachlos zurücklassen": Mit einem emotionalen Posting verarbeitet die Feuerwehr Satteins den Einsatz nach dem tödlichen Traktorunfall. Die Opfer waren für viele keine Fremden.
Der tragische Traktorunfall, bei dem am Dienstag (14. Juli) in Satteins (Bezirk Feldkirch, Vorarlberg) ein Vater und seine sechsjährige Tochter ums Leben kamen, hat das gesamte Land erschüttert. Jetzt meldet sich auch die Freiwillige Feuerwehr Satteins, die bei dem furchtbaren Einsatz vor Ort waren, mit einem emotionalen Posting in den sozialen Medien zu Wort. Die Einsatzkräfte kannten die Opfer persönlich – und mussten am Unglücksort an ihre emotionalen Grenzen gehen.
„Es gibt Momente, die uns sprachlos zurücklassen“
Mit bewegenden Worten schildern die Kameradinnen und Kameraden, wie sie den Einsatz erlebt haben: „Es gibt Einsätze, die uns als Retter an unsere Grenzen bringen – und es gibt Momente, die uns mitten ins Herz treffen und sprachlos zurücklassen.“ Gemeinsam mit dem Rettungshubschrauber und der Polizei versuchten die Einsatzkräfte noch zu helfen. Doch für den Vater und seine sechsjährige Tochter kam jede Hilfe zu spät.
Feuerwehr kannte die Opfer persönlich
Besonders schwer machte den Einsatz, dass viele Feuerwehrmitglieder die Verunglückten persönlich kannten. „Da uns ein teils enges persönliches Naheverhältnis mit den Opfern verbindet, stießen wir gestern nicht nur an fachliche, sondern vor allem an emotionale Grenzen“, schildern die Florianis. Deshalb übernahm die ebenfalls alarmierte Feuerwehr Frastanz die Bergung der beiden Todesopfer, wofür sich die Feuerwehr Satteins aufrichtig bedanken möchte.
Vierjährige musste alles mitansehen
Zu der Tragödie war es am Dienstagvormittag auf einem Wiesengelände nahe des Gulmweges gekommen. Der Vater war mit seinen beiden Töchtern im Alter von vier und sechs Jahren mit einem Traktor unterwegs, als das Fahrzeug vermutlich ins Rutschen geriet und sich überschlug. Der Mann und seine ältere Tochter erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Die vierjährige Schwester, die die Tragödie mitansehen musste, überlebte den Unfall verletzt und wurde nach der Erstversorgung mit dem Notarzthubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen. Besonders tragisch: Der Unfall blieb zunächst unbemerkt. Erst Stunden später ging der Notruf ein, woraufhin ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettung, Bergrettung und Polizei ausrückte.
„Unsere Gedanken gehören der Familie“
Zum Abschluss richtet die Feuerwehr bewegende Worte an die Hinterbliebenen.
Wir stehen fassungslos vor diesem Verlust. Unsere Gedanken, unsere Gebete und unser ganzes Mitgefühl gehören der Familie, den Angehörigen und allen Freunden. Wir wünschen euch allen für die kommende Zeit des Abschieds und der Trauer unendlich viel Kraft und gegenseitigen Halt.“