Juckreiz nach dem Badespaß: Was es mit „Zerkarien“ auf sich hat
Bei den aktuellen Wassertemperaturen begünstigt das Baden in stehenden, seichten Gewässern die Badedermatitis, die zu juckenden Rötungen und Quaddeln führen kann. Laut Derzeit gibt es aber noch keine Häufung von Fällen.
Langanhaltende Hitze und Wassertemperaturen über 24 bis 26 Grad begünstigen das Auftreten von Badedermatitis. Wie Gerhard Hutter vom Umweltinstitut Vorarlberg gegenüber dem ORF bestätigt, begünstigen die aktuellen Werte – wie etwa 27 Grad in Ufernähe bei Bregenz – die Vermehrung der dafür verantwortlichen Zerkarien.
Kleine Larven von Saugwürmern, die normalerweise Wasservögel befallen
Zerkarien sind mikroskopisch kleine Larven von Saugwürmern, die eigentlich Wasservögel befallen. Geraten sie an den Menschen, können sie allergische Reaktionen wie Hautjucken, Rötungen oder kleine Pusteln auslösen. Da der Mensch für die Larven nur ein Fehlwirt ist, sterben sie in der Haut rasch ab, ohne weiter einzudringen. Laut Gerhard Hutter und dem Gesundheitsministerium verursacht der Befall zwar einen juckenden Ausschlag, gilt aber als oberflächlich und harmlos.
Nach dem Schwimmen sofort duschen
Um das Risiko einer Badedermatitis zu senken, rät Gerhard Hutter dazu, seichte, pflanzenreiche Uferzonen ohne Strömung zu meiden und Wasservögel keinesfalls zu füttern. Nach dem Schwimmen sollte man sofort duschen, sich kräftig abtrocknen und die nassen Badesachen wechseln. Zerkarien entstehen übrigens unabhängig von der Wasserqualität, die an den Vorarlberger Badestellen derzeit durchgehend als ausgezeichnet bewertet wird. Da die Larven sowohl im Süß- als auch im Salzwasser vorkommen, ist Badedermatitis auch im Urlaub möglich.