3 Millionen Euro fällig: Immo-Unternehmen überrascht, ist jetzt insolvent
Über das Vermögen der "Leopold Immobilien GmbH" aus Dornbirn wurde ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Das berichten der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) und der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870).
Das Sanierungsverfahren am Landesgericht Feldkirch über das Vorarlberger Unternehmen wurde auf Eigenantrag eröffnet. Dienstnehmer sind von der Insolvenz zwar keine betroffen, dafür aber über 30 Gläubiger mit Verbindlichkeiten laut Insolvenzantrag in Höhe von rund 15 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt sich laut AKV mit dem Erwerb und der Verwaltung von Immobilien sowie der Vermietung, Verpachtung und Verwaltung eigener Immobilien. Darüber hinaus hält die Gesellschaft noch Beteiligungen an mehreren Immobilien- und Projektgesellschaften. Und: „Die Gesellschaft dient im Wesentlichen der Verwaltung ihres Immobilienbestandes sowie der Finanzierung von Beteiligungsgesellschaften.“
Deshalb ist die Leopold Immobilien GmbH in die Insolvenz geschlittert
Als Gründe für die Insolvenz werden unter anderem die seit Ende 2022 deutlich gestiegenen Finanzierungskosten infolge des Zinsanstiegs sowie der Preisrückgang am Immobilienmarkt in den Folgejahren angegeben. Immobilienverkäufe konnten so nicht zu den ursprünglich erwarteten Preisen umgesetzt werden. Laut KSV1870 sei man zudem von einer Fälligstellung einer Verbindlichkeit in Höhe von rund drei Millionen Euro überrascht worden. Der Großteil der Verbindlichkeiten sei auf Bankverbindlichkeiten zurückzuführen, die zu einem wesentlichen Teil besichert sind. Als Aktiva verfügt die Schuldnerin laut AKV über Immobilienvermögen in Österreich und Deutschland sowie über Beteiligungen an mehreren Gesellschaften. Daneben bestehen Forderungen aus Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Unternehmen soll weiter bestehen
Das schuldnerische Unternehmen soll jedenfalls weiter bestehen, man bietet den Gläubigern daher einen Sanierungsplan mit einer Quote von 39 Prozent an. Dieser sei „zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans“, so KSV1870 und AKV.