Zwei Vorarlberger High-Tech-Unternehmen schlittern in Millionen-Pleite
Wie der Kreditschutzverband von 1870 mitteilt, sind mehrere Gesellschaften der Lustenauer Obrist-Gruppe zahlungsunfähig. Betroffen sind "Obrist Technologies" sowie "Obrist Powertrain".
Am heutigen 30. September 2026 wurden am Landesgericht Feldkirch zwei Konkursverfahren eröffnet: Betroffen sind die Gesellschaften der Obrist-Gruppe „Obrist Technologies“ mit rund 6 Millionen Euro sowie „Obrist Powertrain“ mit rund 18 Millionen Euro. Das teilt der KSV von 1870 am Mittwoch mit.
Obrist-Töchter insolvent: 9 Dienstnehmer betroffen
Bei „Obrist Technologies“ gibt es derzeit 10 Gläubiger. Die Höhe der Verbindlichkeiten beträgt etwa 6 Millionen Euro, wovon rund 5,4 Millionen auf Gesellschaftsforderungen entfallen. Dienstnehmer sind vom Konkurs nicht betroffen. Anderes sieht es allerdings bei „Obrist Powertrain“ aus, wo insgesamt neun Dienstnehmer von der Insolvenz betroffen sind. Hier gibt es 34 Gläubiger, die Höhe der Verbindlichkeiten beträgt etwa 18 Millionen Euro, rund 12 Millionen entfallen auf Gesellschafterforderungen.
Unternehmen wird nicht weitergeführt
Das Unternehmen „Powertrain“ gehört zur Obrist Gruppe in Lustenau, die klimafreundliche Technologien für die Autoindustrie entwickelt. Die Firma selbst hat ein eigenes Hybrid-Antriebssystem für Autos und Transportmittel entwickelt. Hauptgründe für die Pleite sind die jahrelangen hohen Entwicklungskosten und dass sich die Technologie am Markt nicht durchsetzen konnte. Hinzu kommen die Krise in der europäischen Autoindustrie und die Entscheidung der EU, künftig vor allem auf reine Elektroautos zu setzen. Das Unternehmen ist zahlungsunfähig und wird nicht weitergeführt.