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Foto auf 5min.at zeigt den Verkehr in Wien
Drei Monate lang ohne eigenes Auto, dafür mit einem Mobilitätsbudget von 500 Euro pro Monat: Das war die Autowette in Wien.

Autowette in Wien: 31 Personen können sich autofreies Leben vorstellen

Den VCÖ-Mobilitätspreis Wien hat sich die Auto-Wette erst letzte Woche gesichert. Zwei Drittel der Teilnehmer können sich ein Leben ohne Auto vorstellen.

von Amélie Meier Das Foto auf www.5min.at zeigt die Mitarbeiterin Amelie Meier von 5min.at
2 Minuten Lesezeit(444 Wörter)

Nun wurde das gemeinsame Projekt von Wiener Linien und Bezirk Währing auch beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich in der Kategorie „Sharing und multimodale Mobilität“ ausgezeichnet. Drei Monate lang ohne eigenes Auto, dafür mit einem Mobilitätsbudget von 500 Euro pro Monat. 46 Teilnehmer sind die Auto-Wette mit den Wiener Linien eingegangen und haben Alternativen zum eigenen PKW ausprobiert. Nach Abschluss der Testphase stand für zwei Drittel der Teilnehmer (31 Personen) bereits fest: Sie können sich ein Leben ohne eigenes Auto durchaus vorstellen.  

„Bei dieser Wette gibt es nur Gewinner“

„Bei dieser Wette gibt es nur Gewinner. Jede einzelne Fahrt, die nicht mit dem eigenen Auto gemacht wird, ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Wir haben Mobilitäts-Alternativen aufgezeigt und diese wurden von den Teilnehmer*innen in ihren Alltag integriert. Ich bin stolz, dass wir mit dem Projekt einen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität leisten konnten und nun mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Wien und  dem Kategoriesieg beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich ausgezeichnet wurden“, freut sich Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl.  

Das wollten die Wiener Linien herausfinden

Die Wiener Linien wollen mit der Auto-Wette herausfinden, welche Motive hinter dem jeweiligen Mobilitätsverhalten stecken. Deshalb wird das Projekt von der Universität für Bodenkultur engmaschig wissenschaftlich begleitet. Sie werten die Tracking-Daten aller Wege mit und ohne eigenes Auto aus und führen im Herbst qualitative Befragungen mit den Teilnehmer*innen durch. Ende des Jahres werden die Ergebnisse in einem Endbericht zusammengefasst. 

„Mehr Lebensqualität für alle“

Silvia Nossek, Bezirksvorsteherin von Währing, ist darauf gespannt – dass das Projekt ein großer Erfolg war, steht für sie schon jetzt fest: „Weniger Autos auf den Straßen – das bedeutet: Mehr Lebensqualität für alle. Die Einzelnen sparen sich viel Geld, Staustress und Parkplatzsuche. Und wir alle profitieren von weniger Lärm, besserer Luft, sicheren Straßen – und vor allem mehr Platz. Mehr Platz für Bäume, mehr Platz für Grünflächen, mehr Platz für Kinder, mehr Platz für uns alle. Die Auto-Wette hat gezeigt, dass da in Wien noch sehr viel möglich ist.“ Der VCÖ-Mobilitätspreis ist Österreichs größter Wettbewerb für nachhaltige Mobilität und klimaverträglichen Gütertransport, der jährlich innovative Projekte und Konzepte auszeichnet, die den Verkehr umweltfreundlicher, sicherer und effizienter gestalten. „Das Projekt verfolgt einen guten Ansatz, mit dem das bestehende Angebot an alternativen Mobilitätsformen zum eigenen Auto sichtbarer gemacht werden kann. Außerdem verfügt es über ein hohes Nachahmungspotenzial, ähnliche Modelle könnten zukünftig beispielsweise über einen längeren Zeitraum erprobt werden“, so die Jury.

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