Bohrn Mena startet Plattform gegen Hass – über 2.000 Zugriffe in 48h
Sebastian Bohrn Mena und Ehefrau Veronika reagieren auf jahrelangen Hass im Netz mit einer neuen Plattform. In nur 48 Stunden zählt die Seite über 2.000 Zugriffe. Doch die Drohungen gegen sie gehen weiter – auch offline.
Mit einer neuen Plattform wollen Sebastian Bohrn Mena und seine Frau Veronika nicht länger schweigen. Ziel sei es, sich öffentlich gegen die Welle an Drohungen, Verleumdungen und Einschüchterungsversuchen zu wehren – und Betroffenen eine Stimme zu geben. „Uns geht’s in erster Linie um Abonnenten des kostenfreien Newsletters. Wir bieten auch Mitgliedspakete für diejenigen, die uns unterstützen können und wollen“, hat Bohrn Mena 5 Minuten verraten „In den nächsten Tagen werden wir laufend neue Fälle vorstellen – es bleibt spannend.“ 5 Minuten hat schon mehrmals über die Causa berichtet.
Über 2.000 Zugriffe in 48 Stunden – Interesse ist groß
Bereits in den ersten 48 Stunden verzeichnete die Plattform über 2.000 Zugriffe und zahlreiche Newsletter-Anmeldungen. Das zeigt: Die Thematik trifft einen Nerv. Viele Menschen sind betroffen – oder wollen aktiv Position beziehen.
Drohungen eskalieren: Vergewaltigungsfantasien und Neonazi-Codes
Die Liste der Drohungen, mit denen das Ehepaar konfrontiert ist, ist lang – und erschütternd. Veronika Bohrn Mena musste zuletzt erneut Anzeige erstatten. Sie erhielt mehrfach Vergewaltigungsdrohungen, per Sprachnachricht, E-Mail und sogar per Post. „Die Täter geben sich große Mühe, uns einzuschüchtern“, sagt Bohrn Mena. Viele der Botschaften seien mit rechtsextremen Codes und rassistischen Inhalten versehen. Selbst die Kinder der Familie würden in Gewaltfantasien erwähnt.
Hass aus der rechten Szene – und keine Konsequenzen?
Der Ursprung vieler Angriffe ist klar: rechtsextreme Influencer, extrem rechte Plattformen und Teile der FPÖ mobilisieren laut Bohrn Mena gezielt gegen ihn und seine Familie. Der Verfassungsschutz sei informiert, die Polizei engagiert – doch konkrete Ermittlungserfolge blieben bislang aus. „Jahrelang haben wir alles angezeigt – passiert ist wenig. Jetzt wehren wir uns mit rechtlichen Mitteln. Und wir merken: Der Hass flaut etwas ab. Aber vorbei ist er noch lange nicht.“
„Schweigen ist keine Lösung“ – Demokratie braucht Haltung
Trotz der Angriffe wollen Bohrn Mena und seine Frau nicht aufgeben – im Gegenteil. Die neue Plattform soll zur Gegenstimme werden: laut, sichtbar und solidarisch. „Wir dürfen nicht länger schweigen und hoffen, dass sich das Problem von selbst löst. Die Radikalisierung schreitet voran – wer sich öffentlich äußert, braucht Rückhalt. Unsere Demokratie ist es wert.“
Fazit: Plattform mit Wirkung – doch der Kampf geht weiter
Die neue Plattform von Bohrn Mena zeigt: Widerstand gegen Hass ist möglich. Der große Zuspruch in kurzer Zeit beweist, dass viele Menschen nicht länger wegsehen wollen. Doch der Weg ist weit – und der Hass ist noch nicht verstummt. Konkret gibt es auf der Seite eigene Beiträge des Ehepaares, als auch Gastkommentare von Experten und Berichte über den Fortschritt der Klagen. Leseer können sich dabei für ein Newsletter-Abonnement anmelden und werden dann in regelmäßigen Abständen über die „Aktivitäten, Fortschritte und Erfolge“ des Ehepaares informiert – „mit persönlichen Einblicken“, heißt es auf der Webseite.