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Symbolfoto von 5min.at: Fotomontage von Geld und einer Heizung.
Ab Mitte Oktober startet die Fernwärmeabrechnung: Für viele Wiener bedeutet das spürbare Mehrkosten.

Fernwärme-Kosten: Wiener zahlen jetzt mehr im Monat

Mit Beginn der neuen Heizsaison müssen Wiener Haushalte tiefer in die Tasche greifen: Die Fernwärmekosten steigen um rund 15 Prozent.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(390 Wörter)
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Ab Mitte Oktober startet die Fernwärmeabrechnung in Wien und für viele Haushalte wird’s teurer. Trotz anhaltender Rabatte steigen die Gesamtkosten in der kommenden Heizperiode um rund 15 Prozent. Für einen durchschnittlichen Wiener Haushalt (70 m² Wohnfläche) bedeutet das Mehrkosten von etwa 12 Euro pro Monat. Grund für die Preisanpassung sind gestiegene Gaspreise, laut Wien Energie um knapp 20 Prozent im Vergleich zur letzten Heizsaison, sowie deutlich höhere Personal- und Baukosten. Zwar hält Wien Energie auch heuer am Rabatt auf den Arbeitspreis fest, reduziert ihn aber: Statt bisher höherer Nachlässe gilt nun ein Rabatt von 37 Prozent, heißt es in einer Aussendung.

Politische Stimmen

Kritik kommt von mehreren Seiten: Die Grünen Wien sehen, laut einer Aussendung, Bürgermeister Michael Ludwig in der Verantwortung und fordern Preistransparenz sowie ein Eingreifen, um die Belastung der Haushalte zu begrenzen. Die SPÖ verweist hingegen auf den aktuellen Preisvergleich der Österreichischen Energieagentur, wonach Wien trotz Anpassung weiterhin zu den günstigsten Fernwärme-Anbietern Österreichs zählt, und betont, dass Wien Energie seit 2022 Entlastungspakete in Höhe von über 700 Millionen Euro geschnürt habe, so in einer aktuellen Aussendung. Die Wiener Volkspartei fordert mehr Kontrolle und Transparenz bei der Preisgestaltung und eine unabhängige Überprüfung der Fernwärmetarife.

Energie Wien: Im Österreich-Vergleich weiter günstig

Trotz der Anpassung liegt der Wiener Fernwärmepreis weiterhin unter den günstigsten in Österreich, so in der Aussendung von Energie Wien. Laut einem aktuellen Vergleich der Österreichischen Energieagentur kostet die Fernwärme für ein Niedrigenergiehaus in Wien im Schnitt 945 Euro pro Jahr: Das bedeutet Platz 2 im Österreich-Ranking. Der Standardtarif liegt mit 974 Euro auf Platz 3. Auch ein entscheidender Punkt: Noch immer wird rund die Hälfte der Wiener Fernwärme mit Erdgas erzeugt. Dieses bleibt stark schwankungsanfällig, beeinflusst durch geopolitische Krisen wie den Ukraine- oder Nahostkonflikt. Zwar bezieht Wien Energie seit 2025 kein russisches Gas mehr, doch der internationale Markt bleibt entscheidend für die Preisentwicklung. Langfristig soll sich das ändern: Wien Energie investiert über eine Milliarde Euro in den Ausbau erneuerbarer Wärmequellen: Etwa durch Tiefengeothermie in der Seestadt Aspern, Großwärmepumpen in der Spittelau und Abwärme-Projekte bei Betrieben wie Manner, Therme Wien oder UNO-City. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Erdgas bis 2040 vollständig zu beenden, so in der Aussendung.

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