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/ ©dm/Hannelore Kirchner
Das Bild auf 5min.at zeigt einen Periodenproduktespender.
In Wien wurden kostenlose Periodenprodukte verteilt.

Kostenlose Tampons in Wiener Schulen: Aufklärungsinitiative gestartet

In über 100 Schulen und Hochschulen in Wien können Schülerinnen jetzt kostenlos Tampons und Binden nutzen. Mit Entnahmespendern und digitalen QR-Codes will die Initiative finanzielle Hürden abbauen und Tabus brechen.

von Stella Sabitzer Das Bild auf 5min.at zeigt die Online-Redakteurin Stella Sabitzer von 5 Minuten Österreich.
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94 Schulen und sechs Hochschulen in Wien wurden mit 108 Entnahmespendern für Periodenprodukte ausgestattet. Etwa 864.000 Stück Tampons und 345.600 Stück Binden stellt der dm drogerie markt den Bildungseinrichtungen zur Verfügung. Ziel der Initiative ist der Abbau gesellschaftlicher Vorbehalte rund um das Thema Menstruation. Junge Mädchen und Frauen sollen dadurch ein Verständnis dafür entwickeln, dass Periodenprodukte in Waschräumen ebenso selbstverständlich sind wie Seife und Toilettenpapier. Menstruation sollte kein Thema sein, das Scham auslöst.

Digitale Aufklärung: dm setzt auf QR-Codes

Mithilfe von QR-Codes an den Entnahmespendern soll entsprechende Aufklärung geleistet werden. Dabei werden informative Beiträge rund um das Thema Frauengesundheit und Menstruation geteilt. Die Inhalte dafür wurden unter anderem von der Redaktion des dm Active Beauty Magazins gemeinsam mit einer Salzburger Gynäkologin aufbereitet. Finanziert wird die Aktion mit einem Spendenbetrag aus dem „Giving Friday“ 2025, dem Gegentwurf zum Black Friday. Jährlich spendet der Drogeriemarkt fünf Prozent des Tagesumsatzes aller österreichischen Märkte sowie des Online-Shops an soziale und ökologische Projekte.

Schulen als wichtige Orte für Aufklärung

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) betont, dass Schulen ein idealer Ort sind, um dieses wichtige Thema weiterzutragen. „Schulen sind Orte, wo junge Menschen sehr viel Zeit verbringen. Daher bin ich froh, dass bereits mehr als 450 Schulen an diesem sehr sinnvollen Projekt teilnehmen und es so Schülerinnen ermöglicht wird, kostenlos und unkompliziert direkt an den Schulstandorten auf diese wichtigen Hygieneartikel zurückgreifen zu können!“

Umfrage bestätigt: Menstruation noch immer mit Scham behaftet

Die Initiative wurde ins Leben gerufen, weil eine Studie des Marktforschungsinstituts Spectra gezeigt hat, dass ein konkreter Bedarf besteht. Über 6.000 Frauen zwischen 16 und 50 Jahren aus Österreich, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Italien, Kroatien, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn wurden zu Themen rund um die Periode befragt.
Knapp 60 Prozent der Teilnehmer gaben dabei an, dass Menstruation im gesellschaftlichen Alltag immer noch als Tabuthema behandelt wird. Die Körperwahrnehmung wird dadurch von Vorurteilen geprägt, was besonders bei jungen Mädchen zu Verunsicherung führt.

Periodenprodukte als finanzielle Belastung

Auch die finanziellen Probleme wurden im Zuge der Studie thematisiert: 17 Prozent der Befragten in Österreich gaben an, dass der Kauf von Periodenprodukten für sie eine finanzielle Herausforderung darstellt. Besonders betroffen sind Mädchen und Frauen in Ausbildung. Im Schnitt werden pro Monat sechs bis zehn Euro ausgegeben, bei jeder zehnten Österreicherin kosten Tampons und andere Periodenprodukte jedoch mehr als 15 Euro – also so viel wie ein günstiger Handyvertrag. Durch die Periodenspender in den Bildungseinrichtungen soll zahlreichen Mädchen und Frauen der Zugang zu kostenlosen Tampons und Binden ermöglicht werden.

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