Hetze gegen Bohrn Menas Frau: „Wer will die schon vergewaltigen?“
Seine Frau erhält brutale Vergewaltigungsdrohungen im Netz. Hunderte Hasskommentare zeigen, wie digitaler Mob versucht, sie und die Familie zu zerstören.
Sebastian Bohrn Mena klagt an, dass in sozialen Netzwerken Beschimpfungen wie „Dreckiger Kameltreiber“ oder „Anden-Kokser“ kursieren. Er kämpft rechtlich dafür, dass diese Kommentare gelöscht werden, bevor seine Kinder damit in Berührung kommen. Besonders schmerzhaft sind Hasskommentare über seine Frau – personalisiert, sexuell aufgeladen und oft mit Gewaltfantasien versehen. 5 Minuten hat schon darüber berichtet.
Vergewaltigungsdrohungen bleiben unbeachtet
Seine Frau Veronika Bohrn Mena erhielt explizite Drohungen, teilweise bebildert mit pornografischen Inhalten. Eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft blieb bisher ohne Wirkung. Nach einem Beitrag der Tageszeitung „Heute“ eskalierte der Hass – Hunderte Kommentare verhöhnten und bedrohten sie, völlig enthemmt.
Rechtliche Grenzen und moralische Verantwortung
Viele Kommentare fallen laut Anwalt noch unter Meinungsfreiheit. Er klagt nur, was klar strafrechtlich relevant ist. Ziel ist nicht nur der Schutz, sondern auch, die Grenze des Sagbaren wieder klar zu definieren. Hass darf nicht zur Normalität werden.
Gut vernetzte digitale Hetzmobs
Es handelt sich um eine kleine, gut vernetzte Gruppe von wenigen Hundert Personen, die wiederholt Hass verbreiten. Meist Männer, oft Unternehmer oder Privatiers, aktiv in rechtsextremen Bubbles. Neben Frauenhass verbreiten sie Rassismus und Verschwörungs-theorien, orientiert an prominenten politischen Figuren.
Solidarität und Gegenwehr entscheidend
Bohrn Mena gegenüber 5 Minuten: „Rechtliche Schritte sind wichtig, doch die Gesellschaft muss sich ebenfalls wehren. Plattformen müssen Verantwortung übernehmen, passive Verbreiter von Hass stärker zur Rechenschaft gezogen werden. Jeder Schritt gegen digitale Hetze ist ein Schritt für Schutz und Zusammenhalt.“