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/ ©Montage: Canva Pro/Google StreetView
Bild auf 5min.at zeigt ein Licht in Wien
Die Veranstaltung erinnert an die Opfer der Novemberpogrome 1938 und steht für Solidarität und ein klares Zeichen gegen Hass.

„Light of Hope 2025“: Ein Licht gegen Hass und Vergessen

Am 10. November ruft die jüdische Jugend Wiens zum Gedenkmarsch Light of Hope auf. Zum 87. Jahrestag der Novemberpogrome setzen junge Menschen am Karmeliterplatz ein Licht der Hoffnung.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(293 Wörter)

Am 10. November lädt die jüdische Jugend Wiens zum Gedenkmarsch Light of Hope am Karmeliterplatz. Gemeinsam soll ein Licht der Hoffnung entzündet und ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus und Hass gesetzt werden. Der Marsch beginnt um 18 Uhr am Karmeliterplatz 1 (Wien) und führt zur Abschlusskundgebung vor dem Zentrum ESRA in der Tempelgasse 5.

Seit 2012 …

… organisiert die Jugendkommission der Israelitischen Kultusgemeinde Wien den Gedenkmarsch. Im Mittelpunkt steht die junge Generation. Sie übernimmt Verantwortung, haltet Erinnerungen wach und setzt sich aktiv gegen das Vergessen ein. „Die Worte ‚Niemals vergessen‘ werden zu Taten und aktivem Handeln“, heißt es auf der Webseite.

Erinnern als Verantwortung

In der Nacht auf Montag jährt sich zum 87. Mal das Novemberpogrom von 1938, bei dem Nationalsozialisten in Österreich und Deutschland Synagogen niederbrannten, jüdische Geschäfte zerstörten, Menschen verschleppten, gedemütigten und ermordeten. Es war der Auftakt zur systematischen Vernichtung jüdischen Lebens. SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur Sabine Schatz erinnert in einer Aussendung an die bleibende Verantwortung: „Diese Nacht markierte den Beginn der Vernichtung jüdischen Lebens in Österreich. Das Gedenken daran mahnt uns, wachsam zu bleiben und entschieden gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Geschichtsvergessenheit aufzutreten.“ Auch SPÖ-Chef Andreas Babler und Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim betonen anlässlich des Jahrestags: „Antisemitismus hat keinen Platz in unserer Gesellschaft. Es ist unsere tägliche Aufgabe, Demokratie und Menschenrechte zu verteidigen“.

Klare Haltung gegen Antisemitismus

Die Grünen Wien warnen in einer Aussendung vor einem erneuten Erstarken antisemitischer Tendenzen. Parteivorsitzende Judith Pühringer erklärte: „Das darf nie wieder geschehen – und das bedeutet, überall dort entschieden aufzustehen, wo Menschen bedroht, angegriffen oder ausgegrenzt werden.“ Laut Grünen-Sprecherin Ursula Berner habe sich die Zahl antisemitischer Übergriffe seit Oktober 2023 verdoppelt.

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