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Symbolfoto
Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen sind mehrere Cobra-Beamte.
Einsatz des Staatsschutzes in Wien-Hernals: Ein 15-Jähriger wurde erneut festgenommen.

Cobra-Einsatz: 15-Jähriger wegen Radikalisierung erneut festgenommen

In Wien-Hernals ist ein 15-Jähriger erneut ins Visier des Verfassungsschutzes geraten. Trotz Betreuung nach seiner Haft zeigte er weiter radikale Tendenzen. Nun wurde er erneut festgenommen. Die Ermittlungen laufen.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
1 Minute Lesezeit(242 Wörter)

Wie die Landespolizeidirektion Wien mitteilt, hatte der Verfassungsschutz den Jugendlichen bereits länger im Blick. Die Behörden berichten, dass der junge Österreicher durch ein zunehmend radikalisiertes Verhalten auffiel. Bereits im Februar 2025 wurde er festgenommen, nachdem konkrete Anschlagspläne auf den Wiener Westbahnhof bekannt geworden waren. Damals war er erst 14 Jahre alt. Er saß bis Oktober 2025 in Haft – wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung bzw. kriminellen Organisation.

Ermittlungen führten zu Hausdurchsuchung

Auch nach seiner Entlassung blieb der Jugendliche für die Behörden ein Thema. Laut Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) zeigte er trotz Betreuung „eine hohe Affinität zu radikal-islamistischer Propaganda sowie zu Stichwaffen und ähnlichen Gegenständen“. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wien wurde eine Hausdurchsuchung angeordnet.

Einsatz in Wien-Hernals

Am Dienstag, dem 25. November 2025, rückten die Beamten des LSE gemeinsam mit dem Einsatzkommando Cobra an. Bei der Durchsuchung in Hernals stellten sie das Mobiltelefon des 15-Jährigen sicher. Das Gerät soll nun detailliert ausgewertet werden. Die Behörden sprechen von einschlägigem Material, dessen genaue Analyse noch aussteht. Noch am selben Tag folgte die Festnahme des Jugendlichen. Er wurde wegen des „Verdachts des versuchten verbrecherischen Komplotts“ in eine Justizanstalt gebracht. Die Landespolizeidirektion Wien erklärt abschließend, dass der Jugendliche bisher jede Aussage verweigert sowie, dass „von der Staatsanwaltschaft Wien aufgrund der vorliegenden Verdachtslage (§§ 277 Abs 1 und 278c Abs 1 Z 10 StGB) die Untersuchungshaft beantragt wurde“.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 27.11.2025 um 15:16 Uhr aktualisiert
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