Wirbel nach Demo: Palästina-Fahnen an Wiener Votivkirche gehisst
In Zuge einer Pro-Palästina-Demo in Wien wurden zwei Palästina-Flaggen an der Votivkirche gehisst. Die Aktion sorgt für Empörung und heftige Debatten unter Wienern.
Am Samstag versammelten sich laut Polizei rund 500 Personen beim Platz der Menschenrechte und zogen durch die Wiener Innenstadt – ausgerufen von der Initiative „Linkswende jetzt“ zum „Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“. Während der Demonstration kletterten offenbar Unbekannte auf den Glockenturm der Votivkirche und hissten dort mehrere Palästina-Flaggen.
Wiener empört, Polizei sieht sich nicht zuständig
Die Aktion löste Empörung aus – viele Passanten fragten sich, was die Flaggen auf der Votivkirche zu bedeuten haben. Tatsächlich gingen zahlreiche Anzeigen bei der Wiener Polizei ein. Eine Polizeisprecherin bestätigte, dass seit Samstagmittag zwei Palästina-Flaggen an der Kirche hängen: „Eine Entfernung der Flaggen kann spätestens am Montag mit einem Kran erfolgen. Zuständig ist nicht die Polizei, sondern die Kirche selbst.“ Am Sonntagnachmittag war die Votivkirche telefonisch nicht erreichbar.
Heftige politische Reaktionen und Diskussion über Grenzen
FPÖ-Wien Landesparteiobmann und Stadtrat der FPÖ im Wiener Rathaus Dominik Nepp (FPÖ) ortet einen handfesten Skandal: „Die Votivkirche wird für politische Botschaften missbraucht. Das ist eine bodenlose Frechheit, dass an einer christlichen Kirche eine muslimische Flagge hängt. Wie kann das sein, dass sie 48 Stunden bzw, zwei Tage dort hängen bleibt? Weder die Stadt, noch die Votivkirche selbst sind im Stande, diesen Schandfleck zu entfernen. In Palästina würde eine christliche Flagge an einer Moschee keine Minute hängen bleiben.“ 5 Minuten hat auch die israelische Kultusgemeinde um eine Rückmeldung gebeten. Diese ist noch ausständig.