
Nach Leichenfund in Auto – offenbar geklärt
Knapp eine Woche nach dem Fund einer männlichen Leiche in einem ausgebrannten Auto in Wien-Donaustadt meldet die Landespolizeidirektion Wien neue Details.
Nach dem Fund einer männlichen Leiche in einem ausgebrannten Auto am Mittwoch, 26. November in Wien-Donaustadt sind zwei Personen unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden. Das gab die Landespolizeidirektion Wien am Dienstag bekannt, Details folgen in einer Pressekonferenz am Vormittag. Der Tote, ein 21-jähriger Ukrainer, war vergangenen Mittwoch gegen 0.30 Uhr beim Marlen-Haushofer-Weg gefunden worden, nachdem Anrainer wegen des brennenden Autos Alarm geschlagen hatten.
Ein erstes Obduktionsgutachten
… brachte dann ans Licht, dass der Mann im Auto gewaltsam zu Tode gebracht worden war. Es gab Hinweise auf Schläge am Körper des Opfers, ausschlaggebend dürfte jedoch Ersticken oder ein Hitzeschock gewesen sein, hieß es von der Landespolizeidirektion. „Die Brandursachenermittlung ergab, dass das Feuer im Innenraum des Pkw unter Verwendung von Benzin ausgelöst worden war. Auf der Rückbank stellten die Ermittler einen geschmolzenen Kanister sicher“. Teil der Ermittlungen war dann auch eine Schlägerei in einer Tiefgarage eines Wiener Luxushotels unter mehreren Männern, wobei es sich um die Vorgeschichte des Tötungsdelikts gehandelt haben könnte. Auf Basis von Videoaufzeichnungen konnten zwei Tatverdächtige identifiziert werden: ein 19- und ein 45-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger. Gegen beide wurde eine internationale Fahndung eingeleitet. Die beiden Verdächtigen wurden im Ausland geschnappt, teilte die Polizei nunmehr mit. „Das Tatmotiv ist noch unklar. Allerdings wurden Abbuchungen vom Krypto-Wallet des Opfers festgestellt und bei den Tatverdächtigen eine größere Menge Bargeld sichergestellt. Ein Motiv aus Habgier erscheint daher wahrscheinlich“, so in der Aussendung weiter. (APA/RED 2.12.2025)