Neue Hilfe bei Belästigung: Parkraumüberwachung als Rettungsanker
Die Initiative „Ich bin dein Rettungsanker“ wächst: Wiens Parkraumüberwachung unterstützt ab sofort Betroffene sexueller Belästigung im öffentlichen Raum - rund 200 Mitarbeitende wurden bereits geschult.
Die Stadt Wien baut ihre Initiative „Ich bin dein Rettungsanker“ weiter aus. Seit Kurzem zählen auch die Mitarbeiter der Parkraumüberwachung zum Hilfsnetz, das Betroffenen sexueller Belästigung rasch und unkompliziert Unterstützung bieten soll. Fast 200 Angestellte wurden bereits geschult, weitere Trainings sind geplant.
Auch abends gut sichtbar
Die Parkraumüberwachung ist täglich im gesamten Stadtgebiet unterwegs und durch ihre Uniform gut erkennbar. Besonders in den Abendstunden sollen die Teams als sofort ansprechbare Vertrauenspersonen wirken – ein Schritt, der vor allem das Sicherheitsgefühl vieler Frauen stärken soll. Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál (SPÖ) betont: „Damit können wir das Gewaltschutznetz dichter knüpfen und wertvoll ergänzen.“
Drei Säulen für mehr Sicherheit
Die Initiative ruht auf einem klaren Konzept mit drei Schwerpunkten:
- Schulungen und Wissensvermittlung für Mitarbeitende im öffentlichen Raum
- Bewusstseinsbildung und Kommunikation gegenüber der Bevölkerung
- Strukturelle Prävention, um gefährliche Situationen früh zu erkennen und zu entschärfen
Großes Netzwerk an Unterstützenden
Neben der Parkraumüberwachung beteiligen sich bereits die Wiener Linien, das Donauinselfest, die mobilen Inselteams der Wiener Gewässer und weitere Veranstaltungs- und Servicebereiche der Stadt. Das Ziel: ein dichtes Netz an Ansprechpersonen, das im Ernstfall schnell da ist.