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/ ©Montage: pexels
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Seit 2018 wird das Porn Film Festival Vienna vom Verein „Freund_innen des Pornographischen Films“ veranstaltet.

Wirbel um pikante Kulturförderung: Porno-Festival erhält 25.000 Euro

Wien fördert 2026 Filmfestivals mit 690.000 Euro. Darunter auch ein Porno-Festival - und genau das sorgt jetzt für heftige politische Diskussionen.

von Andrea Lautmann
2 Minuten Lesezeit(253 Wörter)

Die Stadt Wien investiert im Jahr 2026 insgesamt 690.000 Euro in Filmfestivals und Sommerkinos. Einer der Fördernehmer: das umstrittene Porn Film Festival Vienna, das mit 25.000 Euro unterstützt wird. Zwar handelt es sich um eine vergleichsweise kleine Summe, doch politisch sorgt sie für die größte Welle.

8.000 Besucher zählt das Festival jährlich

Seit 2018 wird das Porn Film Festival Vienna vom Verein „Freund_innen des Pornographischen Films“ veranstaltet. Es versteht sich als Plattform für Themen wie Sexualität, Körperbilder und Pornografie. Rund 8.000 Besucher zählt das Festival jährlich. Die nächste Ausgabe findet vom 16. bis 20. April 2026 statt und umfasst 15 Langfilme, 20 Kurzfilmprogramme und insgesamt 170 Filme – verteilt auf mehrere Locations wie das Schikaneder, die Breitenseer Lichtspiele und die Akademie der bildenden Künste.

FPÖ kritisiert „absurde Förderpolitik“

Besonders aus der FPÖ kommt starke Kritik. Kultursprecher Lukas Brucker verriet gegenüber 5 Minuten die Stadtregierung betreibe „Förderwahnsinn“ und „mangelnde Transparenz“. Er kritisiert, dass Wien nicht offenlegt, welche Anträge abgelehnt wurden. Für ihn ist klar: „In Zeiten der faktischen Pleite Wiens solche Förderungen zu vergeben, ist völlig absurd.“ Die FPÖ fordert nun eine vollständige Offenlegung aller Entscheidungen.

Wie viel Geld wirklich wohin fließt

Tatsächlich liegt die Förderung für das Porno-Festival im unteren Bereich der Vergabeliste. Die höchsten Beträge erhalten andere kulturpolitische Projekte:
– 200.000 Euro für den Verein Independent Cinema
– 130.000 Euro für das VOLXkino
– 90.000 Euro für die Jüdische Filmwoche
– 25.000 Euro für das Filmarchiv Austria
– 25.000 Euro für den Verein Frameout

Die 25.000 Euro für das Porno-Festival sind also vergleichsweise gering – dennoch entfacht genau diese Summe die emotionalste Debatte.

Streit um Kulturförderung geht weiter

Während die Stadt auf Vielfalt und kulturelle Breite setzt, sieht die FPÖ eine falsche Prioritätensetzung. Die Diskussion darüber, wie Wien seine Gelder verteilt, dürfte auch in den kommenden Monaten weitergehen – und das Porno-Festival bleibt vorerst im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 05.12.2025 um 16:47 Uhr aktualisiert
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