Wiener Traditions-Apotheke insolvent: 1,47-Millionen-Pleite in Hernals
Die Traditions-Apotheke Neuwaldegg im 17. Bezirk ist pleite. Seit Dezember geschlossen, warten 35 Gläubiger auf ihr Geld – insgesamt 1,47 Millionen Euro.
Im 17. Wiener Bezirk trifft es einen bekannten Standort: Die Apotheke Neuwaldegg ist insolvent. Das Handelsgericht Wien hat das Konkursverfahren eröffnet. Seit 1. Dezember 2025 bleibt der Betrieb vorübergehend geschlossen – ein deutlicher Einschnitt für Anwohnerinnen und Anwohner.
Warum der Betrieb in die Pleite rutschte
Wie das Unternehmen angibt, schrieb die Apotheke seit zwei Jahren rote Zahlen. Mehrere Versuche, den Standort zu verkaufen, scheiterten. Damit war eine Sanierung nicht mehr möglich. Besonders bitter: Die nächste Armonia-Apotheke liegt rund 15 Minuten zu Fuß entfernt – ein Problem vor allem für ältere Menschen und Familien ohne Auto.
Schulden in Millionenhöhe
Vom Konkurs sind 35 Gläubiger betroffen. Sie warten auf insgesamt 1,47 Millionen Euro. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Georg Unger bestellt. Die Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 21. Jänner 2026 über Creditreform anmelden.
Wie es jetzt weitergeht
Ob die Apotheke Neuwaldegg wieder eröffnet oder endgültig vom Markt verschwindet, ist derzeit offen. Der Insolvenzverwalter prüft mögliche Optionen. Für den Bezirk Hernals steht fest: Der Verlust einer Traditions-Apotheke trifft die lokale Versorgung – besonders in einer Zeit, in der Apotheken in ganz Österreich zunehmend unter Druck geraten.