Todesschlag: Jungmutter für Flaschenangriff auf Mann in WG verurteilt
Ein tragischer Streit in einer WG in Wien-Favoriten endete tödlich. Eine Jungmutter schlug mit einer Glasflasche zu, um ihr Baby zu schützen – jetzt erhielt sie Haftstrafe.
Im August 2025 kam es in einer Wiener Wohngemeinschaft in Wien-Favoriten zu einem folgenschweren Streit. Ein junges Paar mit sechs Monate altem Kind besuchte Freunde. Zunächst verlief der Abend entspannt, doch dann eskalierte die Stimmung. Laut Staatsanwaltschaft spielte Alkohol eine Rolle, und das spätere Opfer verhielt sich aggressiv und provokant.
Flaschenschlag mit tödlicher Wirkung
Als das Paar die Wohnung verlassen wollte, stellte sich der 24-Jährige schreiend und bedrohlich in den Weg. Die Mutter griff zur Glasflasche neben ihr und schlug zu. Zwar schien das Opfer zunächst nicht schwer verletzt, doch in der Nacht verstarb er an den Folgen des Schädelbruchs.
„Ich wollte mein Kind schützen“
Vor Gericht erklärte die Frau: „Ich sah keinen anderen Ausweg. Ich wollte, dass er aufhört und raus aus der Wohnung. Ich wollte mein Kind schützen.“ Beide Angeklagten hatten zunächst falsche Angaben gemacht – aus Angst, dass ihnen die Tochter weggenommen wird.
Urteile im Prozess
Die Richterin verurteilte die Mutter zu drei Jahren teilbedingter Haft, davon acht Monate unbedingt zu verbüßen. Der Vater erhielt acht Monate bedingt für seine falsche Beweisaussage. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
Tragisches Ende und Hoffnung auf Zukunft
Trotz der tragischen Nacht beteuern beide Angeklagten, dass sie Verantwortung übernehmen und sich um ihr Kind kümmern wollen. Der Fall zeigt, wie schnell ein eskalierender Streit in einer belasteten Situation tragische Folgen haben kann.