Lärm-Streit eskaliert: Nachbar droht Besuchern mit Erschießen
Ein Streit über Lärm ist in einem Wohnhaus im 22. Bezirk eskaliert: Ein 44-Jähriger soll zwei Besucher mit dem Erschießen bedroht haben. Die Polizei nahm den Mann fest, doch ruhig blieb er dabei nicht.
Am Montagabend, dem 8. Dezember, wirkte im Mehrparteienhaus am Rennbahnweg zunächst alles ganz gewöhnlich. Zwei Männer, 21 und 24 Jahre alt, waren bei ihrer Familie zu Besuch, als der 44-jährige Nachbar plötzlich auftauchte. Laut Polizei soll er die beiden „mit dem Erschießen“ bedroht haben. Der Grund: Aus seiner Sicht seien sie zu laut gewesen. Aus einem einfachen Nachbarschaftsstreit wurde damit binnen Sekunden ein gefährlicher Vorfall.
Polizei greift ein
Die alarmierten Kräfte der Polizeiinspektion Lange Allee trafen kurz darauf ein. Sie nahmen den 44-Jährigen fest. Doch an ein ruhiges Gespräch war nicht zu denken. Während der Amtshandlung verhielt sich der Mann laut Landespolizeidirektion Wien aggressiv gegenüber den Beamtinnen und Beamten. Die Stimmung im Stiegenhaus blieb angespannt. In der Vernehmung zeigte sich der Festgenommene uneinsichtig. Die Drohung bestritt er und behauptete stattdessen, selbst „geschlagen worden zu sein“. Welche Version stimmt, müssen nun die weiteren Ermittlungen klären. Noch vor der Einvernahme stellten Polizisten in seiner Wohnung ein Luftdruckgewehr sicher.