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Das Bild von 5 Minuten zeigt die neue Plakatkampagne "Gewalt macht krank".
Mit dem Ende der internationalen Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ beginnt in Wien eine neue Initiative: die Plakatkampagne „Gewalt macht krank“. Sie richtet sich sowohl an Patientinnen als auch an das medizinische Personal.

Wien startet Kampagne „Gewalt macht krank“ in Spitälern und Ordinationen

Zum Abschluss der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ startet Wien die Kampagne „Gewalt macht krank“. Sie soll medizinisches Personal sensibilisieren, betroffene Frauen rascher zu erkennen und zu unterstützen.

von Andrea Lautmann
1 Minute Lesezeit(245 Wörter)

Mit dem Ende der internationalen Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ beginnt in Wien eine neue Initiative: die Plakatkampagne „Gewalt macht krank“. Sie richtet sich sowohl an Patientinnen als auch an das medizinische Personal. Ziel ist, Betroffene frühzeitig zu erkennen und ihnen rasch Hilfe zu vermitteln – direkt dort, wo viele nach Gewalterfahrungen zuerst hingehen: in Spitäler und Arztpraxen.

Spitäler als erste Zuflucht für viele Betroffene

Erhebungen, darunter von der Europäischen Grundrechtsagentur, zeigen: Frauen, die Gewalt erleben, suchen deutlich häufiger medizinische Hilfe auf. Viele wenden sich nach schweren Vorfällen an Notaufnahmen oder Arztpraxen. Genau dort sollen nun neue Plakate auf Hilfeangebote aufmerksam machen – mehrsprachig und gut sichtbar in Warteräumen und Bereichen, die oft von Gewaltopfern aufgesucht werden.

Appell an Ärzte: „Fragen Sie nach!“

Ein zweites Plakat richtet sich direkt an das medizinische Personal und fordert klar dazu auf, hinzusehen und nachzufragen. Der Hintergrund: Viele der jüngsten Femizid-Opfer in Wien hatten zuvor keinen Kontakt zu Gewaltschutzeinrichtungen und nahmen bestehende Angebote nicht wahr. Wien will hier gegensteuern und das Problembewusstsein dauerhaft stärken.

Politik betont Schlüsselrolle der Gesundheitsberufe

Frauenstadträtin Kathrin Gaál (SPÖ) unterstreicht, dass niemand in Wien mit Gewalt allein gelassen werde. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) betont die zentrale Rolle der Ärztinnen, Ärzte und Pflegenden: Sie könnten oft als Erste erkennen, wenn Frauen oder Kinder in Gefahr sind – und wichtige Hilfe vermitteln.

Hier bekommen Betroffene sofort Unterstützung

Frauen-Helpline: 0800 222 555

24-Stunden-Frauennotruf: 01 71719

Notruf der Wiener Frauenhäuser: 057722

Rat auf Draht: 147

Telefonseelsorge: 142

Gewaltschutzzentren Österreichs

Österreichischer Integrationsfonds

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 10.12.2025 um 16:15 Uhr aktualisiert
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